Durch und durch bibliophil: Markus Wimmer kommt extra aus Königseggwald angereist, um seinen Lesedurst zu stillen.
Durch und durch bibliophil: Markus Wimmer kommt extra aus Königseggwald angereist, um seinen Lesedurst zu stillen. (Foto: christian steiauf)
Christian Steiauf

Trotz Podcasts und „eReader“ scheint die Lust auf ein echtes Buch ungebrochen – Lesen ohne Strom und zum Anfassen ist in. Das hat der Bücherflohmarkt von Amnesty International in der Alten Festhalle am Samstag gezeigt. Bereits bei der Eröffnung um 9 Uhr warteten bereits etwa 50 Besucher darauf, die mehr als 20 000 Bücher, Spiele und Tonträger zu durchforsten. Letztlich haben 700 Kunden jede Menge neuen Lesestoff ergattert.

Dreimal im Jahr öffnet die alte Festhalle ihre Türen, damit gebrauchte, aber deshalb nicht weniger liebenswerte Exemplare für kleines Geld einen neuen Besitzer finden.

Die Organisation des Bücherflohmarkts im Hintergrund ist ein echter Kraftakt. Denn: Die Sachspenden nehmen erfreulicherweise mit jedem Jahr zu, erhöhen damit aber auch den Aufwand im Vorfeld. Während der Veranstaltung selbst sowie beim Auf- und Abbau sorgen etwa 20 Ehrenamtliche für einen reibungslosen Ablauf. „Die schiere Menge an gespendeten Büchern, Puzzeln, Spielen und Tonträgern ist stark angestiegen, wobei das Angebot für Kinder mit am stärksten nachgefragt wird“, sagt Eberhard Wolf, der den Bücherflohmarkt seit mehr als 20 Jahren organisiert,

Unter dem Jahr lagern die Schätze übrigens in drei Räumen des Spektrums Friedrichshafen, dort erfolgt an zwei Tagen in der Woche auch die Annahme aller Spenden. Marc Schuller, in der Häfler Amnesty-International-Ortsgruppe verantwortlich für CDs und DVDs, nennt dann auch die oberste Regel bei der aufwändigen Vorsortierung der Spenden: „Das Buch muss in einem solchen Zustand sein, dass ich es gerne mit ins Bett nehme.“

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