Am Riff geht’s rund
Am Riff geht’s rund (Foto: Hermann Marte)
Hermann Marte

Die Schüler der Unterstufe des Karl-Maybach-Gymnasiums haben am Donnerstagabend im Cinéma des KMG die Premiere ihres Musicals „Am Riff geht’s rund“ gefeiert. Es wurde ein Riesenerfolg für das Musical der Klassen fünf und sechs.

Schon vor Beginn des Stückes konnten die Zuschauer auf und neben der Bühne üppige Dekorationen mit großen Pappfischen und Pappseepferdchen bewundern. Trotz der brütenden Hitze im Cinéma waren alle Plätze besetzt, doch als das Licht ausging wurde es sogleich mucksmäuschenstill.

Den Anfang macht eine Flaschenpost, die an den Strand gespült wurde und so ihr Ziel nicht mehr erreichen kann. Zum Glück wird sie aber von einer freundlichen Möwe zurück in Wasser befördert, während sie selbst versucht leere Plastikverpackungen zu verspeisen. Unter dem Wasserspiegel, am Riff, laufen währenddessen bereits die Vorbereitungen für die aktuelle Casting-Show auf Hochtouren. Glitzerinen, die ihrem Namen alle Ehre machen, ein schlanker Kugelfisch, bunte Papageienfische und elegante Quallen sowie das fiese Trio aus Hammerhai, Sägefisch und Drückerfisch, das sich rüde vordrängelt, können den Piranha-Juror aber alle nicht ganz überzeugen.

Der angespülten Flasche hört erst niemand zu, später versuchen aber alle unter Zuhilfenahme der weisen Muräne und des Doktorfisches an die Nachricht in ihrem Inneren zu kommen, da die Flasche diese für überlebenswichtig hält. Am Ende hilft der starke Oktopus, während der obercoole Hering nur immer alles filmt und postet. Die Nachricht ist dann wirklich überlebenswichtig: Einerseits wird auf die immer noch weiter steigende Plastik-Vermüllung der Meere und den zunehmenden Klimawandel hingewiesen, die drohen das gesamte Ökosystem kippen zu lassen.

Harte Probenarbeit zahlt sich aus

Andererseits droht ein Vulkan auszubrechen und das gesamte Riff zu vernichten, was das sofortige Ende aller bedeuten würde. Erst im letzten Moment kann das fiese Trio mit seinen Werkzeugen eine Entlastungsbohrung vornehmen und den Ausbruch noch einmal verhindern.

Monatelange Probenarbeit mit Bühnendarstellern und Chor waren der Aufführung vorausgegangen. Nicht nur die Bühne, auch die Darsteller waren üppig ausgestattet. Die Kostüme reichten von glitzernd und bunt über besonders elegant bis zu angeberisch lässig oder rustikal. Und auch der Chor hatte sich in einen Schwarm glitzernder beschuppter Fische verwandelt. So wurde dem Publikum schon in den Gewändern eine ausschweifende Vielfalt geboten. Der Seehasenfest-Fundus hatte hierfür sein Pforten geöffnet und war noch um manches Material aus den heimischen Stuben ergänzt worden.

Für die Tanzgruppe, die die anderen Darsteller die ganze Aufführung hindurch in den unterschiedlichsten Rollen, von Wellen bis zum medizinischen Personal, begleitete, bedeutete das jede Menge Kostümwechsel. Das klappte ohne Schwierigkeiten und auch sonst gab es im ganzen Stück keine Anschlusslücken bei den vielen Szenewechseln.

Auch der Chor beschränkte sich bei seinen Einsätzen nicht darauf einfach vor sich hinzusingen sondern ging mit viel Energie, Einsatz und Gefühl mit dem Bühnengeschehen mit und sorgte damit immer für die richtige Stimmung auf der Bühne. Bei Tanz, Gesang und Schauspiel sah man deutlich wieviel Arbeit Schüler und auch Lehrer in das Stück gesteckt hatten. Die lange Probenzeit hatte sich deutlich ausgezahlt. Viele weitere Schüler aus höheren Klassen hatten das Projekt mit Bühnenbild, Plakat und weiterem unterstützt.

Am Ende erhielten die Teilnehmer des Musicals verdient langen tosenden Applaus, der alle Beteiligten zu weiteren Projekten dieser Art beflügeln dürfte.

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