Alleinerziehend: Keine Chance auf Job und Kitaplatz?

Lesedauer: 8 Min
 Sabrina Leone ist seit drei Jahren alleinerziehend. Sie wünscht sich mehr Unterstützung bei der Suche nach einem passenden Job
Sabrina Leone ist seit drei Jahren alleinerziehend. Sie wünscht sich mehr Unterstützung bei der Suche nach einem passenden Job und einem Kitaplatz für ihren Sohn. (Foto: Symbol: Daniel Bockwoldt)
Crossmediale Redakteurin

Seit August 2013 gilt ein flächendeckender Rechtsanspruch auf Kita-Betreuung oder Betreuung in Kindertagespflege, erklärt das Jugendamt auf Anfrage. Für jedes Kind zwischen ein und drei Jahren müsse ein Betreuungsplatz verfügbar sein. Der Grundanspruch auf eine Betreuung umfasse 20 Wochenstunden. Individueller Mehrbedarf durch Berufstätigkeit oder Ausbildung müsse nachgewiesen werden. Der Bedarf müsse beim Träger sechs Monate vor dem gewünschten Betreuungsbeginn angemeldet werden. „Anfahrtswege von bis zu 30 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln müssen in Kauf genommen werden, wenn ortsnah keine Betreuungsmöglichkeit zur Verfügung steht,“ so das Jugendamt weiter.

Jede Kommune verfüge über ein eigenes Auswahlverfahren bei der Vergabe der Kindergartenplätze. Oft werde das Merkmal alleinerziehend vorrangig berücksichtigt. Es sei ratsam, den Anspruch auf einen Kitaplatz so frühzeitig wie möglich, also durchaus bereits ein Jahr vor Inanspruchnahme, anzumelden, auch wenn das Datum des Wiedereinstieges in den Beruf noch offenstehe. Eltern oder Alleinerziehende, die über ein geringes Einkommen verfügen, könnten bei der wirtschaftlichen Jugendhilfe im Jugendamt einen Antrag auf Kostenübernahme der Kitagebühren stellen.

Eine Mutter berichtet aus ihrem Alltag und wie schwer es für sie ist, Job und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bekommen. Sie wünscht sich mehr Unterstützung.

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Jede Kommune verfüge über ein eigenes Auswahlverfahren bei der Vergabe der Kindergartenplätze. Oft werde das Merkmal alleinerziehend vorrangig berücksichtigt. Es sei ratsam, den Anspruch auf einen Kitaplatz so frühzeitig wie möglich, also durchaus bereits ein Jahr vor Inanspruchnahme, anzumelden, auch wenn das Datum des Wiedereinstieges in den Beruf noch offenstehe. Eltern oder Alleinerziehende, die über ein geringes Einkommen verfügen, könnten bei der wirtschaftlichen Jugendhilfe im Jugendamt einen Antrag auf Kostenübernahme der Kitagebühren stellen.

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