Airbus-Betriebsrat spendet 1000 Euro

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Christa Steuernagel, Renate Weißhaar und Jana Hug (von links) bei der Scheckübergabe.
Christa Steuernagel, Renate Weißhaar und Jana Hug (von links) bei der Scheckübergabe. (Foto: Airbus)
Schwäbische Zeitung

Der Betriebsrat der Firma Airbus Defence and Space GmbH in Immenstaad spendet an die Regionalgruppe Hegau-Bodensee des Mukoviszidose e.V. 1000 Euro. Das Spendengeld stammt aus dem Erlös des Verkaufs von ausgedienten Personal-Computern. Dieser Verkauf wird von den Mitarbeitern gut angenommen, verbunden mit dem Wissen, dass mit diesen Spendenaktionen immer Hilfe vor Ort geleistet wird.

Mukoviszidose ist eine seltene angeborene Stoffwechselerkrankung, die durch einen Gendefekt bedingt ist. Dieser führt zu einem Ungleichgewicht im Salz-Wasser-Haushalt der Zellen. Deshalb enthält der Schleim, der die Zellen bedeckt, bei Mukoviszidose zu wenig Wasser und wird dadurch zäh. Das zähe Sekret verstopft lebenswichtige Organe, wie zum Beispiel die Lunge und führt zu massiven Verdauungsproblemen, da auch die Bauchspeicheldrüse, die Leber und der Darm betroffen sind. Die Ausprägung und der Verlauf der Krankheit sind unterschiedlich. Sport unterstützt die Therapie ganz wesentlich.

Die Krankheit wird jetzt jedoch erst so langsam „erwachsen“, da durch die Fortschritte in der Forschung und der Therapie die Patienten immer älter werden. Die tägliche Therapie, bestehend aus Inhalationen, spezieller Atemphysiotherapie sowie Sporttherapie, ist meist sehr zeitintensiv und dauert oft mehrere Stunden pro Tag. Nicht zu vergessen ist dabei die psychische Belastung, die diese chronische Krankheit mit sich bringt.

Ziel des Vereins ist es, die Betroffenen so zu unterstützen, dass sie ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen können. Renate Weißhaar, Gruppensprecherin des Mukoviszidose-Vereins und Mutter eines Betroffenen, verdeutlicht, dass dieser Verein auf Spenden angewiesen ist. Mit den Spendengeldern werden die Fortbildungen von speziell geschulten Physiotherapeuten finanziert. Kliniken werden unterstützt, zum Beispiel durch die Anschaffung verschiedener Therapiegeräte oder auch Hometrainer, die den Patienten bei stationären Aufenthalten zur Verfügung gestellt werden. Wichtig ist auch ein Sozialfonds, der Betroffenen in prekären Situationen finanzielle Hilfe leisten kann. Mit Seminaren und gezielten Informationsveranstaltungen werden die Betroffenen und deren Angehörige über krankheitsspezifische oder sozialrechtliche Themen informiert.

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