Ailinger holen Mannschaftspokal bei Heimturnier

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 Zwei Taekwondo-Kämpfer bei einem Duell
Der Ailinger Giuseppe Crimi (rechts) überraschte seine Gegner mit blitzschnellen Schlägen holte Gold. (Foto: Verein)
Schwäbische Zeitung

Die Kämpfer des Vereins Taekwondo Ailingen haben bei ihrem Heimturnier in Friedrichshafen einen Mannschaftspokal geholt. Von 65 Teams aus acht Ländern schafften es die Ailinger Sportler auf Platz drei. Mehr als 400 Kämpfer, unter anderem aus Indien, Italien und Frankreich, traten beim Internationalen Bodensee-Cup auf den Kampfmatten in der Sporthalle des Berufschulzentrums gegeneinander an.

„Ich bin ganz begeistert von dem Niveau der Kämpfe“, sagt Cheftrainer Giuseppe Pistillo, der das Turnier bereits zum 21. Mal organisiert hat. Die guten Wettkampfbedingungen locken Sportler aus aller Welt an. Insbesondere die Organisation und technische Ausstattung des Bodensee Cups sei sonst nur auf Punkteturnieren zu finden. Erstmals in diesem Jahr haben in Friedrichshafen drei Sportler aus Indien gekämpft. „Sie sind wirklich nur für unser Turnier nach Deutschland geflogen. Das ist eine große Ehre“, sagt Pistillo.

Der gesamte Cup kommt ohne einen Protest aus

Nicht nur die Sportler, auch die Kampfrichter waren international: Sie kamen aus Serbien, Österreich, der Schweiz, Italien und dem Nachbarverband Bayern. Pistillo ist stolz auf die internationale Kampfrichtermannschaft, die neben der technischen Ausstattung für das Niveau des Turniers sorgt. „Wir hatten keinen einzigen Protest beim Bodensee-Cup“, sagt der Cheftrainer.

Unter den mehr als 400 Kämpfern waren auch elf Ailinger Sportler. Sie holten fünfmal Gold, dreimal Silber und dreimal Bronze. Besonders hervorgestochen ist einer der jüngeren Kämpfer aus Ailingen: Alessio Caspari. Er hat sich gegen zehn weitere Sportler in der Klasse Jugend C bis 35 Kilogramm durchgesetzt und mit seinem Finalkampf die gesamte Halle gebannt. Schon im Viertelfinale zeigte der junge Ailinger seinen Konkurrenten, mit wem sie es zu tun haben: Mit 28:8 schickte er seinen Schweizer Gegner nach Hause und zog ins Halbfinale ein. Dort machte er es zwar spannender, doch das Ergebnis war mit 44:33 nach dem Schlusssignal eindeutig.

Bei seinem Finalkampf hingegen lieferte Alessio einen solch spektakulären Kampf, dass die gesamte Halle mitfieberte: Sein Gegner aus der Kampfkunstschule Rowithis machte es ihm nicht leicht. Die gesamte Kampfzeit über konnte sich Alessio nur ein paar Punkte Vorsprung erkämpfen. Kurz vor Schluss landete sein Gegner einen guten Treffer und ging in Führung. Alessio warf sich in den Angriff und reißt das Ruder herum – mit 36:33 holte sich der Ailinger den Sieg und damit Gold für seinen Verein.

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