Kerstin Schwier

Mit einer fulminanten Party feierten die 65 Abiturienten des Graf-Zeppelin-Gymnasiums (GZG) am Samstag im Graf-ZeppelinHaus den Abschluss ihrer Schullaufbahn. „ABIos Amigos! Zwölf Jahre Siesta- jetzt Fiesta“ lautete das Motto des Abends und ein berauschendes Fest sollte es auch werden.

Dafür sorgten nicht zuletzt die vielen musikalischen Showeinlagen. Allen voran die Lehrerband „Frank Zeppelin and the Dukes“ mit einem bestens aufgelegten Frank Pudimat am Mikro, der zwischendurch auch mal den Michael Jackson mit Hut und Handschuh gab und die Stimmung im voll besetzten Hugo-Eckener Saal ordentlich anheizte. Da forderte der Sohn die Mutter zum Tanz auf und die jungen Damen, zum Teil in traumhaften Roben und mit kunstvoll frisierter Haarpracht, legten mit dem Vater eine flotte Sohle aufs Parkett. „Nach zwölf Jahren mit mehr oder weniger viel Arbeit sind wir nun stolz, die Welt mit unserem wahnsinnigen Wissen zu bereichern,“ begrüßten die beiden Moderatoren des Abends, Stephanie Lauer und Jakob Jammer, die ihre Aufgabe souverän meisterten, das Publikum. Nach dem Dank an Eltern, Lehrer und an die beiden guten Seelen aus dem Schulsekretariat, Maria Fiegle und Ann- Cathrine Kohler, beeindruckte die Abiband mit ihrer stimmlich überragenden Solistin. Verena Seyboldt, die im weiteren Verlauf des Abends noch einmal zusammen mit Eva Menrad und Leonie Meichle glänzen konnte, sorgte mit ihrer Interpretation von Passengers „Let Her Go“ für Gänsehautfeeling. Ob die vom Chor besungene grenzenlose Freiheit „Über den Wolken“ oder die völlige Losgelassenheit von „Major Tom“- die meisten der dargebotenen Musiktitel handelten von Aufbruch und Freiheit. Auf den Punkt gebracht mit Jon Bon Jovis rockig trotzigem Ausruf „It`s my life“.

Vielfälte Zukunftspläne

Was die jungen Menschen mit ihrem Leben nun weiter anfangen, ist so vielfältig wie sie selbst. Zwei Abiturienten verschlägt ein FSJ nach Namibia und Sambia, andere planen eine Weltreise, beginnen eine Berufsausbildung oder nehmen ein Studium auf. Manche sind noch unentschlossen und suchen nach dem Scheitern am Nummerus Clausus auf dem Wunschstudienfach nach einer geeigneten Alternative.

Einer, der seinen Weg längst gefunden hat, ist Rektor Hermann Dollak. Nach acht Jahren als Schulleiter am GZG feierte auch er am Samstagabend seinen Abschied von der Schule und den Beginn einer neuen Lebensphase. „Ihr wart die ersten, die ich damals als neuer Rektor begrüßen durfte. Wir haben einen gemeinsamen Weg,“ blickte Dollak in seiner letzten Abirede zurück. „Das Abitur – und dies gilt ebenso für das sich anschließende Studium oder die sich anschließende berufliche Qualifizierung – ist nicht automatisch ein Garant für eine gelingende Biographie. Aber es ist das beste Startkapital, das wir euch geben können,“ erklärte der Schulleiter und hieß alle im „großen Kreis der Ehemaligen“ willkommen. Zum letzten Mal überreichte er im Anschluss die Abiturzeugnisse. Der Gesamtschnitt liegt in diesem Jahr bei 2,38. Von den 65 Abiturienten haben 16 eine eins vor dem Komma, 35 eine zwei und 14 eine drei. „Mit dieser Siegesfeier geht ein Kapitel unserer Geschichte zu Ende, doch es werden noch viele folgen,“ blickte Scheffel-Preisträger Felix Trikos in die Zukunft.

Mit Abi- Kurzfilm und Stufentanz endete schließlich ein Abend, der vielen noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

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