Renate Köster (ganz links) wartet auf die ersten Kunden in der Tafel. Francesco Amato, Helmut Bitschnau sowie Simone und Reinho
Renate Köster (ganz links) wartet auf die ersten Kunden in der Tafel. Francesco Amato, Helmut Bitschnau sowie Simone und Reinhold Amann vom Häfler Krippenverein überreichen die gespendeten Nikolaustüten an die Kunden der Tafel. (Foto: Lydia Schäfer)
Lydia Schäfer

Gemeinsam bauen sie für Maria und Josef eine Herberge und gemeinsam möchten sie andere beschenken: Der Häfler Krippenverein hat in der Tafel 80 Nikolaustüten an die Kunden weitergegeben.

Nach Absprache mit den dortigen Mitarbeitern, „haben wir die Tüten mit Lebensmitteln gepackt, von denen die Tafel nicht so viele erhält“, sagt Reinhold Amann, zweiter Vorsitzender des Vereins. Das Geld für die Aktion stammt aus den Einnahmen ihrer Krippenausstellung im Tettnanger Schloss.

Fischkonserven, Käse, Nudeln und noch vieles mehr haben die Krippenbauer eingepackt und obendrauf einen Hefe-Nikolaus, denn „es sollte ja schon ein Nikolausgeschenk sein“, sagt Amann.

Jedes Jahr stellt der Krippenverein im neuen Tettnanger Schloss seine Krippen aus. Für einen kleinen Eintrittspreis können die Besucher die aufwendig gestalteten Krippen begutachten. Die Einnahmen werden dann für soziale Zwecke gespendet und in diesem Jahr profitiert die Tafel davon.

Ein Besuch der Krippenausstellung lohnt sich, denn wer bei einer Krippe jetzt an einen primitiven Stall denkt, hat weit gefehlt. Die Krippen sind aufwendig gestaltet, bestehen aus unterschiedlichsten Materialien und sind mit so vielen Details versehen, dass der Besucher sich Zeit nehmen sollte.

Ganze Landschaften entstehen rund um die Geburtsstätte Jesu Christi. „Verfallenes“ Mauerwerk aus denen „Grasbüschel“ wachsen, Bachläufe, die sich durch die Landschaft schlängeln, „Eiszapfen“, die aus Glassplittern gezogen wurden und vom Gebälk hängen, Schneelandschaften, die von knorrigen Ästen durchbrochen werden oder orientalisch anmutende Architektur - je nach Stilrichtung, erschaffen die Krippenbauer im Jahr über wahre Kunstwerke. Sie verwenden Naturmaterialien wie Lärchenholz für den alpenländischen Stil oder aber die Rinde der französischen Korkeiche für den orientalischen Stil, dabei werden die Maserungen der Hölzer aufgegriffen und in die Landschaft eingefügt.

Im Neuen Schloss in Tettnang werden in diesem Jahr orientalische und alpenländische Krippen präsentiert sowie ein Großkrippe mit Figuren von Angela Tripi aufgebaut. Die italienische Künstlerin ist bekannt für ihre handgemachten Krippenfiguren, die sie aus einem speziellen Tonerdegemisch herstellt und mit sehr viel Liebe zum Detail ausformt und bekleidet.

Von Freitag, 29. November, bis einschließlich Sonntag, 8. Dezember, ist zudem Weihnachtsmarkt rund um das Tettnanger Schloss, sodass an den Wochenenden ein Besuch für die Krippenausstellung miteingeplant werden kann. Die Ausstellung selbst dauert über den Weihnachtsmarkt hinaus (siehe Kasten) und der Besucher beteiligt sich mit seinem Eintritt an einer Spende für einen sozialen Zweck.

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