30 Zünfte zeigen närrische Vielfalt

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Ruth Maria Schwamborn

Zum „Ball der Zünfte“ haben in diesem Jahr die Häfler Bodenseenarren aus Jettenhausen eingeladen. Dieser Einladung sind Hunderte Hästräger aus der gesamten Bodenseeregion gefolgt, um am Freitagabend ihren fünften Regionenball zu feiern.

Jedes Jahr findet sich eine andere Zunft, welche diesen besonderen Ball – ausschließlich für die Narren der 38 Mitgliedszünfte – ausrichtet und gestaltet. Markus Kast, seines Zeichens Oberzunftmeister der Region Bodensee, freute sich in seiner Begrüßungsrede sehr, dieses kleine Jubiläum in Jettenhausen feiern zu können und bedankte sich schon vorab bei der Gastgeberin und Präsidentin der Häfler Bodenseenarren Conny Nachbaur-Naulin für die Organisation, die Durchführung und auch für die gemeinsame Führung durch das Programm des Abends, welches sich durchaus sehen lassen konnte.

Gleich zu Beginn brachten die gastgebenden Schalmeien die Narren so richtig in Stimmung. Unterstützt wurden diese von der befreundeten Gruppe „Die Hupaquäler“ der Narrenzunft Seegockel. Ein Klangvolumen mit Erfolg, angesichts der positiven Reaktionen seitens der anwesenden Hästräger. Um den Mitgliedern der verschiedenen Vereine die Vielfalt der über 30 anwesenden Zünfte aufzuzeigen, holten sich Conny Nachbaur-Naulin und Markus Kast jeweils einen Vertreter mit dessen Narrenruf auf die Bühne. So schallte es unter anderem „Hasle Maa-Kumm rab“ aus Stetten, „Moscht Obst“ aus Ahausen und „Narri Narro“ aus Heiligenberg lautstark durch die Halle.

Da es sich bei der Fasnet um gelebte Brauchtumspflege handelt, durften an diesem Abend natürlich auch die Brauchtumstänze der Doldä-Butzer und der Wetterschrättele nicht fehlen. Extra für diesen besonderen Anlass entstand eine neue Choreographie beider Tänze, welche die Bedeutung des Miteinanders deutlich zum Ausdruck brachte. Ein weiterer Höhepunkt stellte die Darbietung der Tanzformation „Maskerade“ aus Neukirch dar. „Aus Illusion wird Realität – einfach unschlagbar“, brachte es Kast auf den Punkt. Aber auch die Garde aus Kehlen, die Bambini aus Kluftern und der Fanfarenzug König Wilhelm aus Langenargen begeisterte die Gäste, ebenso wie der gelungene Abschluss des Seehasenfanfarenzugs mit seiner mitreißenden Tanzeinlage.

Markus Kast war am Ende voll des Lobes: „Der Ort und die Zusammenarbeit aller hat einfach gepasst“, und Präsidentin Conny Nachbaur-Naulin war die Erleichterung anzusehen, dass der Abend ohne besondere Vorkommnisse von statten ging und alle Hästräger einfach nur gemeinsam, friedlich und fröhlich feiern wollten. Ihr Dank galt dabei besonders dem vorbereiteten Team und allen helfenden Händen, ohne die ein solcher Abend gar nicht zu stemmen gewesen wäre.

Nach dem offiziellen Teil war aber noch lange nicht Schluss, es bot sich noch genügend Zeit um sich untereinander kennenzulernen und Kontakte zu schließen, während DJ Enable den Narren nochmal so richtig einheizte.

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