Erst gibt’s die Gesellenbriefe, dann Spanferkel: Die Mechatroniker freuen sich über ihren Ausbildungsabschluss.
Erst gibt’s die Gesellenbriefe, dann Spanferkel: Die Mechatroniker freuen sich über ihren Ausbildungsabschluss. (Foto: Hanna-Vera Mueller)
Schwäbische Zeitung

30 Mechatroniker-Azubis haben am Mittwoch in der Häfler Bildungsakademie ihren Lehrabschluss gefeiert. Alle Prüflinge der Fachrichtungen Personenkraftwagentechnik und Nutzfahrzeugtechnik haben die Prüfung bestanden, teilt die KFZ-Innung mit. Eltern, Lehrer, Ausbilder, Vertreter der Kreishandwerkerschaft, der Innung des KFZ-Gewerbes und der Handwerkskammer zollten den „Junggesellen“ und „Jungesellinnen“ Anerkennung und Respekt.

Die Auszubildenden sind vor gut drei Jahren in die Beschulung mit dualem System durch Handwerksbetriebe und Berufsschulen eingestiegen. Ein Exportschlager, um den man Deutschland weltweit beneidet, wie die Innung schreibt. Angesichts der hohen Nachfrage habe das Bundesbildungsministerium bereits 40 zwischenstaatliche Bildungskooperationsvereinbarungen mit beispielsweise Algerien, Griechenland, Portugal und auch den USA abgeschlossen.

„Ich kann ihnen versichern, der Weg, den sie eingeschlagen haben, ist der Richtige.“ wendete sich der Obermeister der KfZ-Innung, Volker Etzel, an die Absolventen. „Neue Herausforderungen warten, die technische Entwicklung ist rasant, unabhängig davon wie ein Automobil angetrieben wird, werden wir Profis der Technik brauchen. Wir erleben den Umbruch hin zu alternativen Antrieben hautnah. Zwar wissen wir noch nicht genau was außer der E-Mobilität in den Schubladen der Entwickler schlummert, haben aber keine Angst davor.“

Einen Preis mit der Note „Gut“ bekommen in der Fachrichtung System und Hochvolttechnik Simon Walser und in der Fachrichtung Personenkraftwagentechnik, Sven Schwegler, Selina Sohler, Andreas Schübler und Maximilian Dennenmoser. Mit der Note „Sehr gut“ hat Valentin Plattner abgeschnitten und erhält ebenfalls einen Preis, überreicht von Alexander Graf Bernadotte. „Leidenschaft ist das beste Werkzeug“ lobt der Obermeister die Preisträger.

Aus dem früheren Lehrberuf des Wagners wurde der KFZ-Mechaniker und seit 2003 der KFZ-Mechatroniker. Die Verknüpfung von Mechanik und Elektronik zeigt, dass auch im KFZ-Gewerbe immer mehr Bits und Bytes, Hardware und Software das Thema sind. Die Absolventen haben bewiesen, dass sie damit umgehen können. Viele interessante Weiterbildungen und Karrieremöglichkeiten in der Autobranche stehen ihnen zur Verfügung.

Im Anschluss an die Preisverleihung lud Franz Moosherr, Geschäftsführer der Innung des KFZ-Gewerbes, die Anwesenden zu Spanferkel-Buffet und kühlen Getränken in den Innenhof der Akademie ein.

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