25 freiwillige Helfer der „Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation“ kehren und putzen am Neujahrstag

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 Viele fleißige Helfer helfen trotz Minusgraden am Neujahrstag bei der Aufräumaktion mit.
Viele fleißige Helfer helfen trotz Minusgraden am Neujahrstag bei der Aufräumaktion mit. (Foto: Ansar Ahmed)
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Zum ersten Mal hat die „Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation“ dieses Jahr am frühen Neujahrsmorgen die Häfler Straßen vom Silvestermüll befreit. 25 Helfer des muslimischen Jugendverbands beseitigten die Reste an Böllern, Raketen und Batterien. Bundesweit gibt es die gemeinnützige Neujahrsaktion schon seit 20 Jahren. Mittlerweile putzen und kehren 6500 Helfer immer an Silvester in 240 Gemeinden.

Noch in der Silvesternacht, als andere gerade ins Bett gingen, hieß es für die Mitglieder der Jugendorganisation, die in Friedrichshafen 35 Mitglieder hat, aufstehen und raus in die Kälte. Um 6 Uhr trafen sich 25 Freiwillige, um gemeinsam das erste Tagesgebet des Islams zu beten, danach ging es an die Arbeit.

Ziel: Ein Zeichen der Integration setzen

Um 7 Uhr mit Besen, Greifzangen und Müllbeutel ausgestattet, liefen sie durch die Straßen von Friedrichshafen, um den Silvestermüll zu beseitigen. „Und wenig war das nicht“, berichtet Pressesprecher Ansar Ahmed: „Der meiste Müll lag entlang der Uferpromenade.“ Gut, dass der Bauhof tatkräftig Unterstützung geleistet hat.

Gegen 9 Uhr waren die Straßen endlich sauber. Zur Belohnung gab es ein gemeinsames Frühstück. Anschließend fielen die Helfer dann aber todmüde ins Bett.

Der Grund der Aktion ist einfach. „Wir möchten ein Zeichen der Integration setzen und Liebe zu dem Land zeigen, in dem wir leben“, erläutert Ahmed. Die Organisation sei eine tolerante und friedliche Gemeinschaft, die ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten wolle.

Friedrichshafen gehört organisatorisch zum Gebiet Weingarten, insgesamt hat der Verband in dieser Region über 150 Mitglieder. Jeder Bürger ist bei den Aktionen der AMJ eingeladen, um mit jungen Muslimen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam mit ihnen etwas Gutes für die Stadt zu tun, betont Ahmed.

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