Die Jungforscher präsentieren am 7. Februar im Dornier Museum beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ und „Schüler experim
Die Jungforscher präsentieren am 7. Februar im Dornier Museum beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ ihre Tüfteleien. Darauf freuen sich auch die Organisatoren des Wettbewerbs (von links): Thomas Grossmann (Dornier Museum), Elisabeth Ligendza (DHBW Ravensburg), Martin Stocker (Rolls-Royce Power Systems AG), Maddalena Brielmayer (Airbus) und Laura Speth (ZF Friedrichshafen AG). Interessierte können die Projekte von 12.30 bis 15.45 Uhr in Augenschein nehmen. (Foto: JF)
Schwäbische Zeitung

127 Jungforscher präsentieren beim Regionalwettbewerb Südwürttemberg von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ am Freitag, 7. Februar, ihre 56 Projekte im Friedrichshafener Dornier-Museum. Die Öffentlichkeit kann die Projekte von 12.30 bis 15.45 Uhr in Augenschein nehmen. Organisatoren des Wettbewerbs sind die Firmen Rolls-Royce Power Systems AG, ZF Friedrichshafen AG und Airbus, unterstützt werden sie von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg und dem Dornier Museum. Es ist der 50. Regionalwettbewerb Südwürttemberg, der in diesem Jahr ausgetragen wird – die Veranstalter haben sich dazu einige Besonderheiten ausgedacht, heißt es in der Pressemitteilung. Soviel steht fest: Auch in diesem Jahr wird das Gespräch mit den Jungforschern von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ wieder den Horizont erweitern und Erstaunliches zutage fördern. Besucher sind wieder höchst willkommen, die Schüler präsentieren ihre Arbeiten am Nachmittag und stehen gerne Rede und Antwort.

Wie kommen die Jugendlichen eigentlich auf die Ideen für ihre Forschungsprojekte? Zwei Schüler vom Bildungszentrum Parkschule in Kressbronn zum Beispiel haben die Diskussion um die Straßenbeleuchtung und das Sicherheitsempfinden der Kressbronner ganz genau verfolgt. Und haben an einer smarten und per App steuerbaren Straßenbeleuchtung getüftelt. Schüler aus Langenargen haben sich mit nachwachsendem Dämmmaterial beschäftigt, Konstanzer Schüler ein Testgerät für Mundgeruch entwickelt und ein Student der DHBW Ravensburg hat künstliche Intelligenz in ein Spielzeugauto gebaut. Egal welches Thema – die Jugendlichen haben für „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ mit Begeisterung geforscht und getüftelt. Im Dornier Museum stellen sie sich am 7. Februar den Fragen der Juroren und der Besucher.

Beim Regionalwettbewerb Südwürttemberg sind in diesem Jahr 30 Juroren sowie der Wettbewerbsleiter Thomas Armbruster im Einsatz. Klappt es mit Platz eins beim Regionalentscheid, geht es weiter zum Landes- und schließlich sogar zum Bundeswettbewerb. Schüler für die Technik zu begeistern ist das Ziel von „Jugend forscht“. Die Jüngeren bis 14 Jahre treten bei „Schüler experimentieren“ an, die Älteren bis 21 Jahre bei „Jugend forscht“.

In diesem Jahr sind wieder Projekte aus Schulen dabei von Langenargen über Überlingen bis Konstanz, aus Friedrichshafen über Ravensburg bis Wilhelmsdorf und Bad Waldsee. Auch international geht es im Dornier-Museum zu: Fünf Projekte steuert die Deutsche Schule Genua für den Wettbewerb am Bodensee bei. Die Forscherkrone für die meisten eingereichten Projekte erhält auch in diesem Jahr wieder die Franz-Anton-Maulbertsch-Schule in Langenargen, die Schüler der Grundschule bringen sage und schreibe acht Projekte für den aktuellen Wettbewerb mit. Federführend organisiert wird der Regionalwettbewerb in diesem Jahr von der Rolls-Royce Power Systems AG. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto „Schaffst du.“ – und fordert damit Kinder und Jugendliche auf, neugierig zu sein und in die spannende Welt von Forschung und Wissenschaft einzutauchen.

Dies ist auch ein Anliegen der drei Unternehmen, die den Regionalentscheid seit Jahren organisieren – jedes übernimmt dabei abwechselnd den organisatorischen Staffelstab. Das eingespielte Team der drei Firmen, die den Wettbewerb jedes Jahr mit rund 60 Auszubildenden und Studis auf die Beine stellen, ist dabei eine Besonderheit. Kein anderes Unternehmen im Land hält dem Wettbewerb bereits so lange die Treue, weiß Marianne Rädle, Leiterin des Landeswettbewerbs.

Als Organisatoren haben die Firmen für dieses Jubiläum eine Ausstellung mit den Jugend-forscht-Plakaten der vergangenen 50 Jahre gestaltet. In Erinnerung gebracht werden auch die fünf Bundessieger, die in den fünf Jahrzehnten aus dem Wettbewerb hervorgegangen waren. Den Auftakt machten 1973 Christian Strauß und Thomas Netscher aus Konstanz, sie untersuchten das Verhalten von Mäusen unter Einwirkung von Anregungs- und Beruhigungsmitteln. 1984 hatte Thilo Herrmann aus Ravensburg die Energieeinsparung an Wasserzentralheizungen erforscht.

Einen Sonderpreis für die originellste Arbeit obendrauf gab es 1988 für die Mechanikerlehrlinge Frank Enkelmann und Ronald Hempel aus Friedrichshafen für ihr Gerät zur Herstellung von Drehorgelbändern.

2007 überzeugten Henrike Wilms und Florian Ostermaier aus Tettnang und Ostrach mit ihrer Untersuchung der Rhythmik von Wassertropfen und deren Reflexen bei Lichteinfall. Den letzten Bundessieg holten 2015 Jakob Dichgans, Daniel Riesterer und Lumen Haendler aus Überlingen. Sie fragten sich: Wohin mit dem Strom, wenn Windräder und Solaranlagen mehr Strom liefern, als gerade benötigt? Sie entwickelten eine Anlage, aus Wasser das Gas Methan als Energiespeicher zu erzeugen.

Ziel von „Jugend forscht“ ist es, besondere Begabungen in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik zu fördern. Hinter „Jugend forscht“ steckt die Stiftung „Jugend forscht“, die „stern“-Chefredakteur Henri Nannen initiiert hat. Schüler und Jugendliche bis 21 Jahre treten bei dem Wettbewerb mit ihren Projekten an. Schüler bis 14 Jahre treten in der Juniorensparte „Schüler experimentieren“ an, die 15- bis 21-Jährigen starten in der Sparte „Jugend forscht“. Der Wettbewerb wird auf drei Ebenen ausgetragen: regional, landes- und bundesweit. Bei „Jugend forscht“ werden keine Themen vorgegeben, die Teilnehmer wählen die Fragestellung ihres Projekts selbst aus. Diese muss sich jedoch einem der sieben Fachgebiete des Wettbewerbs zuordnen lassen: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik, Technik.

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