Über 300 Mitglieder und Herzog Friedrich von Württemberg feiern das Hafen-Jubiläum

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Freuen sich über die gute Stimmung und den großen Zuspruch beim Hafenjubiläum (vorne von links): S.K.H. Friedrich Herzog von Wü
Freuen sich über die gute Stimmung und den großen Zuspruch beim Hafenjubiläum (vorne von links): S.K.H. Friedrich Herzog von Württemberg, 1. Bürgermeister Stefan Köhler und WYC-Ehrenpräsident Eckart Diesch. (Foto: Volker Göbner)

Über 300 Mitglieder und Gäste haben das Hafen-Jubiläum des Württembergischen Yacht-Clubs in Friedrichshafen gefeiert. 1992 war der ursprünglich bereits 1912 errichtete Yachthafen in seiner heutigen Form eingeweiht worden.

„1977 begann dann die beinahe unendliche Geschichte des neuen Yachthafens“, blickte Oswald Freivogel, Präsident des WYC, zurück. Diskussionen und Prozesse verzögerten den Baubeginn. „Im November 1991 wurde endlich die Baufreigabe erteilt. Dann ging es ruck-zuck“, schilderte Freivogel. Nach nur sechs Monaten Bauzeit war der Hafen fertig. Am 21. Mai 1992 wurde er geflutet, im September feierlich eingeweiht. Seither hat sich wenig am Hafen verändert. „Unser Hafen gehört wie selbstverständlich zum Stadtbild“, so der WYC-Präsident. „Er ist einer der beliebtesten Stadthäfen hier am See.“ Zusätzlich zu den 300 Booten, die ständig hier ihren Liegeplatz haben, kommen pro Jahr etwa 4500 Boote mit ihren Besatzungen zum Übernachten im WYC-Hafen – „aus Sicht der Stadt und der Wirtschaft ein Argument für unseren Hafen“, betonte Freivogel.

Die Anforderungen an die Infrastruktur des Hafens haben sich in diesen 25 Jahren signifikant verändert. Kurz und mittelfristig müsse die komplette Stromversorgung des Hafens erneuert werden. „Wir müssen ungefähr 20 Kilometer neue Kabel verlegen – das ist das nächste Mega-Projekt, das vor uns steht“, blickte Freivogel voraus.

Der Hafen und das Clubhaus dort bilden „das Herzstück des Vereins“, sagte Herzog Friedrich von Württemberg, der beim Jubiläum seinen Vater, den Ehrenkommodore des WYC, vertrat. Der Hafen heute sei ein adäquater Nachfolger des ersten Hafens an dieser Stelle – und die Investition in den Neubau 1992 habe sich gelohnt, fasst der Nachfahre des Clubgründers zusammen. Durch die gute Infrastruktur und das Engagement seiner Mitglieder sei der WYC heute auch für junge Menschen attraktiv.

Häfen gehörten zu einer Stadt am Wasser, führte Dr. Stefan Köhler, 1. Bürgermeister von Friedrichshafen, aus. Die Mobilität der Stadt sei früher vor allem übers Wasser erfolgt. Erst später kamen die Eisenbahn, Straßen und der Flughafen dazu. „Diese Stadt muss einen Hafen haben“, bekräftigte Köhler. Der Yachthafen sei auch in der Weiterentwicklung des Uferparks ein wesentlicher Bestandteil. Köhler lud ein, an der für Ende September geplanten Diskussion um die Zukunft des Uferparks teilzunehmen. Wie schon zur Einweihung 1992 gestaltete der Fanfarenzug Graf Zeppelin den Rahmen des Jubiläums.

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