Ökologische Wärme für einen ganzen Stadtteil

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Ende Februar wurden die beiden Warmwasserspeicher in die Energiezentrale eingesetzt – aufgrund ihrer Größe war das nur über das
Ende Februar wurden die beiden Warmwasserspeicher in die Energiezentrale eingesetzt – aufgrund ihrer Größe war das nur über das Dach möglich. (Foto: Stadtwerk)
Schwäbische Zeitung

Interessenten für einen Anschluss an das Nahwärme- oder Glasfasernetz im beschriebenen Gebiet können sich bei Stadtwerk am See und TeleData melden. Nahwärme: Michael Amann, Telefon 07551/923 47 06, michael.amann@stadtwerk-am-see.de Glasfaser: Vito Petrizzo, 07541/500 72 90, vito.petrizzo@teledata.de

In Friedrichshafen entsteht in der Nordstadt ein hocheffizientes und vor allem ökologisches Wärmenetz. Das zumindest verspricht das Stadtwerk am See in einer Pressemitteilung. Die Energiezentrale steht bereits. Auch die Bauarbeiten in Scheffelstraße, Vom-Stein-Straße und Katharinenstraße haben vor Kurzem begonnen.

„Innovativ, ökologisch, richtungsweisend“, beschreibt Udo Woble, Bereichsleiter Energiesysteme, das neue Nahwärmenetz in der Häfler Nordstadt. Hier realisiert das Stadtwerk am See eigenen Angaben nach ein Modellprojekt, das in der Zukunft rund 600 Tonnen CO2 einspart. Ein Mammutprojekt über sechs Jahre, bei dem die Stadt Friedrichshafen, die Industrie und das Stadtwerk am See Hand in Hand arbeiten.

Die Stadt Friedrichshafen und die Europäische Union fördern das Projekt finanziell – ohne diese Mittel sei so ein Projekt nicht umsetzbar, so Woble. Für alle Partner gibt es ein erklärtes Ziel: die ökologische und zukunftsorientierte Energieversorgung von Wohnquartieren und städtischen Liegenschaften durch die Nutzung von Industrieabwärme.

Bereits 2016 wurde der erste Bauschnitt „Heinrich-Heine-Straße“ fertiggestellt. Damit wurden bereits die ersten 304 Wohneinheiten sowie das Obdachlosenheim und ein Vereinsheim angeschlossen. Die Wärme kommt aus der unmittelbar benachbarten Industrie. So kann die ohnehin vorhandene industrielle Abwärme ökologisch vorteilhaft für die Wärmeversorgung genutzt werden.

Nun folgt der zweite Bauabschnitt, bei dem drei Schulen (Graf-Zeppelin-Gymnasium, Pestalozzischule und Musikschule), die Bodensee-Sporthalle und das Max-Grünbeck-Haus ins Nahwärmenetz integriert werden. Die Energiezentrale, das Herzstück der Wärmelösung, steht bereits. Bis zum Sommer wird nun die dazu notwendige Infrastruktur verlegt. Zunächst werden in der Scheffelstraße, Allmandstraße und Vom-Stein-Straße rund 1200 Meter Leitungen verlegt. Weitere Bauabschnitte werden folgen. Auch hier wird Abwärme aus der Industrie eingebunden.

Das Stadtwerk am See nutzt die Bauarbeiten zeitgleich für Instandhaltung und Sanierungsarbeiten an den bestehenden Netzen und schafft die Voraussetzung für schnelles Internet durch Glasfaserkabel. Dabei kann es vorübergehend zu Straßensperrungen oder Schließungen von Parkplätzen kommen. Das Stadtwerk am See wird die Anwohner darüber rechtzeitig informieren.

Neben den öffentlichen Gebäuden können auch Hausbesitzer vom Projekt profitieren. Das Prinzip: In der Energiezentrale wird Wärme und Strom produziert und über das Nahwärmenetz in die einzelnen Häuser transportiert. Eigene Heizkessel sind nicht mehr notwendig. Hausbesitzer sparen Platz, Wartung und Investitionen und bekommen laut Stadtwerk im Gegenzug verlässlich ökologische Wärme.

Interessenten für einen Anschluss an das Nahwärme- oder Glasfasernetz im beschriebenen Gebiet können sich bei Stadtwerk am See und TeleData melden. Nahwärme: Michael Amann, Telefon 07551/923 47 06, michael.amann@stadtwerk-am-see.de Glasfaser: Vito Petrizzo, 07541/500 72 90, vito.petrizzo@teledata.de

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