Sie wollen in den Gemeinderat: Die Kandidaten der Ökologisch Demokratischen Partei.
Sie wollen in den Gemeinderat: Die Kandidaten der Ökologisch Demokratischen Partei. (Foto: Renate Habermaas)
Renate Habermaas

Der Ortsverband der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) hat in einer Versammlung im Seehotel am Freitagabend die Kandidaten für die Nominierungsliste gewählt und zum ersten Mal eine volle Liste mit 40 Kandidaten verabschiedet.

„Unsere Liste ist ausgewogen und wir hoffen, dass wir mehr Frauenpower in den Gemeinderat hineinbringen“, sagte Silvia Hiß-Petrowitz, die Ortsvorsitzende der Partei. Mit 23 Frauen und 17 Männern seien auf der jetzigen Nominierungsliste Kandidaten jedes Alters dabei. Das sei wichtig, so Hiß-Petrowitz, um die unterschiedlichen Interessen der jungen und älteren Generation zu vertreten. Seit 25 Jahren ist die ÖDP im Gemeinderat vertreten, zurzeit mit Silvia Hiß-Petrowitz und der Kreisvorsitzenden Annedore Schmid, die etwas kürzer treten wolle, wie sie selbst sagte. „Politik macht mir Spaß, denn es geht um Dinge, die unser Leben betreffen“, erklärte Schmid, die 20 Jahre im Ortschaftsrat und fünf Jahre im Stadtrat gewesen ist. Sie ließ sich nominieren, aber nicht mehr auf den vorderen Plätzen. „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung – das ist unser Slogan“, sagte Schmid. Dieser Grundgedanke spiegelte sich auch in den Vorstellungen der einzelnen Kandidaten an diesem Abend.

Ganz vorne auf der Liste blieb die Ortsvorsitzende Silvia Hiß-Petrowitz, gefolgt von Ralf Hofmann, einem Versandlogistiker, der an Kommunalpolitik interessiert sei und gefolgt von der Biologin Marion Morcher, die zum zweiten Mal kandidiert und beim Bund für Umwelt und Naturschutz arbeitet.

Viele Kandidaten sprachen von Umweltschutz und sozialer Gerechtigkeit, Elektromobilität und von bezahlbarem Wohnraum, als sie ihre Ziele innerhalb der Partei nannten. Mit einer vollen Liste hofft die ÖDP nun auf eine erfolgreiche Wahl auf Kommunalebene. „Das ist das Schöne an Kommunalpolitik, dass man Ergebnisse sieht, auch wenn sie zäh erkämpft sind“, sagte Hiß-Petrowitz und schwor ihre Mitglieder ein, sich für die Ziele der ÖDP zum Wohle der Einwohner einzusetzen. Dass sich das in der Vergangenheit gelohnt habe, zeige das Baugebiet in Wiggenhausen, bei dem bezahlbarer Wohnraum in Friedrichshafen entstanden sei. Auch dafür habe sich die ÖDP im Gemeinderat eingesetzt.

Bald soll ein Flyer mit Fotos und Namen der nominierten Kandidaten herauskommen, damit die Wähler besser informiert seien. Als Partei blicke man auch auf die bevorstehende Podiumsdiskussion am 18. Mai.

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