Mitglieder stimmen Beitragserhöhung und Satzungsneufassung zu

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Thomas Münzer ernennt Heiner Strobel zum Ehrenmitglied.
Thomas Münzer ernennt Heiner Strobel zum Ehrenmitglied. (Foto: Verein)
Schwäbische Zeitung

Nahezu 140 der rund 260 aktiven Mitglieder des Wassersportvereins Fischbach sind laut Veeinsmitteilung der Einladung zur 68. Hauptversammlung durch die Vorstandschaft gefolgt. Die im Vorjahr neu gewählte Vorstandschaft hat in einem arbeitsreichen Jahr gleich zwei der im Vereinsleben wichtigsten Themen angepackt.

Der erste Vorsitzende Thomas Münzer trug seine Argumente für eine Beitrags- und Gebührenerhöhung so deutlich vor, dass bei der Abstimmung eine klare Mehrheit dem Antrag stattgab.

Münzers hauptsächliches Argument, „dass so lange die Brunnisach durch den Fischbacher Hafen fliest und dort in großen Mengen Sediment ablagert, erfahrungsgemäß jährlich Rücklagen von mindestens 35000 Euro für pro Jahr Baggerarbeiten gebildet werden müssen“, stieß offenkundig auf Verständnis bei den Mitgliedern. Auch die zu leistende Anzahl Arbeitsstunden wurde in den einzelnen Mitgliedersegmenten erhöht. So haben Frauen im Verein fortan dieselbe Stundenzahl zu leisten wie Männer. Sein Stellvertreter Robert Schwarz hatte die längst fällige Satzungsneufassung in einem offenen Prozess in Angriff genommen. In zahlreichen Sitzungen und unter Einbeziehung aller interessierten Mitglieder wurde diese neu formuliert und von Schwarz präsentiert. Nach nur wenigen Diskussionsbeiträgen wurde sie einstimmig angenommen. Sportlich gab es auch gute Nachrichten. Der WVF-Segler Werner Winter erzielte bei den Legend Masters (Laser Segler älter als 75 Jahre) unter internationaler Konkurrenz bei den „Europa Series 2017“ den zweiten Gesamtrang. Nachdem 2017 mit den Fischbacher Regatten um den Bodensee Cup, der deutschen Meisterschaft der 15qm-Jollenkreuzer und der Landes-Jugendmeisterschaft ein umfangreiches Regattaprogramm erfolgreich abgeschlossen werden konnte, lässt man es 2018 mit nur einer seglerischen Großveranstaltung, den Regatten um den Bodensee Cup der Jollenkreuzer-Klassen, ruhiger angehen. Mit der im Vorjahr angeschafften J/70 Rennyacht wird aber ein WVF-Team, im Wesentlichen bestehend aus ehemaligen Jugendlichen des Vereins, in das Regattageschehen einsteigen.

Pächterwechsel im Clubheim

Etwa 30 Jahre lang bewirtschaftete Familie Pferd das Clubrestaurant. Durch den plötzlichen Tod von Hilde Pferd musste das Restaurant an einen neuen Pächter übergeben werden. Der Verein bedankte sich bei Hans Pferd und seiner Tochter Nicole de Both mit Gatten Daniel zur Erinnerung an die vielen gemeinsamen Jahre. Nachdem Jasmin Leben aus beruflichen Gründen das Amt als Jugendleiterin abgab hatte die Seglerjugend des Vereins Petra Schlegel als neue Jugendleiterin zur Wahl vorgeschlagen. Die Hautversammlung folgte diesem Vorschlag und wählte die 51-jährige, die schon viele Jahre in der Jugendarbeit des Vereins aktiv ist, mit großer Mehrheit.

Mit der Satzungsänderung und der neuen Gebührenordnung hat die Vorstandschaft erfolgreich die Weichen für die nächsten Jahre gestellt.

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