Höhepunkte: der 800-Meter-Lauf und der Speerwurf

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M65-Senior Edi Stauch von der LG Welfen und Nachwuchsläuferinnen sind gemeinsam über 800 Meter unterwegs.
M65-Senior Edi Stauch von der LG Welfen und Nachwuchsläuferinnen sind gemeinsam über 800 Meter unterwegs. (Foto: gkr)
Schwäbische Zeitung
Günter Kram

Die Fischbacher Abendsportfeste 2016 sind vor zwei Wochen abgeschlossen worden. Die Beteiligung war zwar deutlich besser als im Vorjahr – von einer Trendwende kann man trotzdem noch nicht sprechen.

Die Starterinnen und Starter haben sich – wegen der Streichung einer Veranstaltung – einfach auf die drei verbliebenen Abende dichter verteilt. Gut war die Frequentierung der Mittelstrecken: Die Zeitläufe über 800 und 1000 Meter lockten immerhin 113 Läuferinnen und Läufer nach Fischbach. Nicht so gefragt waren die längeren Strecken, wobei 3000 und 5000 Meter am zweiten Abend und damit konkurrierend ausgetragen wurden.

Die 10000 Meter fielen wegen der Beschränkung auf drei Abende aus und hätten bestenfalls anstelle des Stundenlaufes ins Programm genommen werden können. Doch auf den Stundenlauf, der erstmals vom „Lokalmatador“ Dirk Joos gewonnen wurde und ein Fischbacher „Alleinstellungsmerkmal“ ist, wollte man nicht verzichten. Vom Leistungsniveau überzeugten vor allem die 1000 Meter und das Speerwerfen.

Die 1000 Meter gewann der zur erweiterten deutschen Spitze auf den Mittel- und Langstrecken zählende Marcel Fehr (SG Schorndorf/2:30,60 Minuten). Er zog seinen noch zu den U20-Jugendlichen zählenden Vereinskollegen Nicolai Christ zum persönlichen Rekord (2:30,82). M35-Senior Christian Lenk schaffte 2:39,60 Minuten, Florian Slawik vom VfB LC war als schnellster lokaler Starter nach 2:45,54 Minuten im Ziel.

Im Speerwerfen zeigten die weiblichen Klassen die weitesten Würfe. Vor allem Johanna Siebler glänzte trotz rutschiger Anlaufbahn mit 47,85 Metern. Mittlerweile hat sich die Deutsche U18-Meisterin im Siebenkampf und EM-Sechste sogar auf 48,95 Meter gesteigert und gehört damit nicht nur zu den besten deutschen Mehrkämpferinnen, sondern auch Speerwerferinnen ihrer Klasse.

Trotz ihrer tollen Leistungen wurde sie jedoch in der Paarkonkurrenz, die sie zusammen mit ihrem Bruder Jakob bestritt, lediglich Zweite. Janice Waldvogel und Simon Hönen (TV Lenzkirch) kamen im Finaldurchgang noch einen Tick weiter. Zweifellos gehört der Paarwurf mittlerweile zu den Attraktionen und wird demnächst auch in Vorarlberg in die „Erprobungsphase“ gehen. Die Abendsportfeste wurden heuer erstmals von der nach der Umstrukturierung stark dezimierten Leichtathletikabteilung im TSV Fischbach organisiert.

Wenig Beteilung aus dem Umland

An erster Stelle zu nennen sind der neue Abteilungsleiter Martin Griebel und desssen Mutter Tanja Griebel. Unterstützt wurden sie von Kampfgerichten aus vielen Kreisvereinen. Aus eigener Kraft wäre der TSV Fischbach nicht mehr in der Lage, die Veranstaltung zu stemmen. Auffallend war einmal mehr die geringe Beteiligung aus der näheren Umgebung. Die Urlaubszeit ist ein Grund, der andere die stark geschrumpfte Zahl aktiver Leichtathleten. Will man in der Zukunft bestehen oder sogar wachsen, wird man weitere Kreise ziehen und verstärkt attraktive Wettbewerbe anbieten müssen.

Der langjährige Stammgast Christian Lenk von der LG Nordschwarzwald brachte es auf den Punkt: „Die Entwicklung in der Leichtathletik ist bedauerlich. Aber Fischbach bietet immer noch packende Wettkämpfe, nette Leute und ein tolles Flair“. Um das fünfte Jahrzehnt erfolgreich vollzumachen, bedarf es zündender Ideen und gelungener PR-Aktionen.

Ergebnisse, zahlreiche Bilder und Impressionen von den Fischbacher Abendsportfesten 2016 findet man im Internet unter

www.tsvfischbach.de/ergebnisse-1-142.htm

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