Uferrenaturierung im Strandbad nimmt Formen an

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Der Uferbereich im Strandbad und das angrenzende Gelände beim Grillplatz sollen renaturiert und aufgewertet werden.
Der Uferbereich im Strandbad und das angrenzende Gelände beim Grillplatz sollen renaturiert und aufgewertet werden. (Foto: Andy Heinrich)
Schwäbische Zeitung
Andy Heinrich

Der Gemeinderat Eriskirch hat am Mittwoch Überlegungen, den Uferbereich im Strandbad zu renaturieren und aufzuwerten, zugestimmt. Die Räte beschlossen die Einleitung eines Planverfahrens.

Neben Veränderungen im Uferbereich können sich die Gemeinderäte die Erweiterung eines Wasserspielplatzes, verschiedener Ruhezonen sowie die Demontage des inzwischen maroden Badestegs und die Errichtung einer Wasserrampe vorstellen. Die Kosten werden, je nach Variante, mit 800000 bis 890000 Euro veranschlagt.

Der Uferbereich im Strandbad Eriskirch sowie an der benachbarten Grillstelle soll nach Ansicht der Eriskircher Gemeindeverwaltung und des Regierungspräsidium Tübingen (RP) renaturiert werden. Aus diesem Grunde informierten sich die Gemeinderäte samt Verwaltung über denkbare Lösungsansätze, die den sensiblen Abschnitt – „dem schönsten Uferbereich in Baden-Württemberg“, wie es Christian Seng vom Planungsbüro „365° Freiraum + Umwelt“ in seiner Vorstellung formulierte – nachhaltig in puncto Freizeitwert aufwerten, aber auch in puncto Fauna und Flora schützen sollen. Der Hintergrund: Im Bereich des Strandbades ist laut Bericht eine massive Uferbebauung vorhanden. Diese entspreche nicht den heutigen Vorstellungen einer natürlichen Ufergestaltung. „Der Unterhaltungsaufwand zur Einschüttung der Spalten bei den Flussbausteinen steigt. Gleichzeitig stehen Mittel für eine Uferrenaturierung im Landeshaushalt zur Verfügung, so dass gemeinsam mit dem Land Maßnahmen für eine Verbesserung möglich sind“, heißt es in der Vorlage.

Geht es nach dem RP und den Planern, wolle man unter anderem bestehende Gehölze erhalten, eine Böschungsneigung herstellen, um die Badenutzung zu vereinfachen, die Begrenzungszäune erneuern aber auch Sitz- und Ruheflächen an den alten Bäumen in erster Reihe anbringen. Auch eine Rampe statt des zu sandierenden Stegs könnte eine Lösung sein. Zudem sei eine Wasserspiellandschaft mit verschiedenen Elementen sowie eine Beobachtungsplattform beim benachbarten Grillplatz denkbar.

Auf die alte Slipanlage könne man aufgrund neuerer Rettungsgerätschaften verzichten. Für das Projekt, dass bis spätestens zur Badesaison 2017 realisiert werden könnte, sind, je nach Variante mit oder ohne Badesteg beziehungsweise -rampe, zwischen 800000 und 890000 Euro eingeplant, wobei das Land sich bei der Renaturierung mit 70 Prozent einbringen würde. Bürgermeister Markus Spieth möchte das Vorhaben im Rahmen einer Bürgerbeteiligung der Öffentlichkeit vorstellen.

Zunächst jedoch wolle man die vorgestellten Varianten und Denkansätze diskutieren um dann entsprechende Entscheidungen in dieser doch kostenaufwendigen Sache treffen zu können.

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