Styler Missionsschwestern machen sich auf den Weg

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 Die Steyler Missionsschwestern Dorothee Laufenberg und Bernadette Dunkel (von links) - hier in der umgestalteten Kapelle des Gä
Die Steyler Missionsschwestern Dorothee Laufenberg und Bernadette Dunkel (von links) - hier in der umgestalteten Kapelle des Gästehauses St. Theresia in Eriskirch-Moos - wollen sich mit vielen anderen auf den "kleinen Weg" machen. (Foto: big)
Brigitte Geiselhart

„Der kleine Weg“ – was ist das? Klingt zumindest interessant. Für Bernadette Dunkel und Dorothee Laufenberg ist dieses Projekt zum Programm geworden. Allein wollen sie den Weg nicht gehen, sondern gemeinsam mit anderen. „Der kleine Weg ist für uns ein Ausdruck dafür, dass – ganz im Sinne der Heiligen Theresia von Lisieux – Spiritualität ein Alltagsgeschehen ist“, erklären die beiden Steyler Missionsschwestern, die in Moos leben und arbeiten.

Mit ihrem Kursangebot im Gästehaus St. Theresia wollen sie mit der Akademie für Gesundheit und Entwicklung der St.-Elisabeth-Stiftung ganz unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. „Natürlich sind viele Leute gerade in Urlaubszeiten auf Sinnsuche“, betonen Schwester Bernadette Dunkel und Schwester Dorothee Laufenberg. Zu ihren Veranstaltungen oder regelmäßigen Gottesdiensten sind Nachbarn, Hausgäste und alle anderen Interessierten eingeladen – nicht zuletzt auch die vielen Radfahrer, die auf ihrer Tour um den Bodensee vorbeikommen.

Zuhause sind die Steyler Missionsschwester eigentlich in der ganzen Welt – in Afrika wie in Indonesien oder Indien, nicht zuletzt in Süddeutschland. 88 Jahre lang waren sie auch in Moos beheimatet, haben das Theresienheim – wie das heutige Gästehaus St. Theresia früher hieß – zu einem modernen Erholungs- und Bildungshaus gemacht. Im Oktober 2017 zogen dann die letzten Schwestern aus, nachdem das Haus bereits fünf Jahre zuvor in die Trägerschaft der St.-Elisabeth-Stiftung übergegangen war. Doch der Abschied währte nicht lange, gerade einmal zwei Monate. Seit Ende 2017 haben sich dort Bernadette Dunkel und Dorothee Laufenberg ihrer neuen Aufgabe verschrieben.

„Gönn’ dir einen Tag“

Um was geht’s bei dem „kleinen Weg“ genau? „Kleine Schritte spielen eine wesentliche Rolle, Begegnungen im Hier und Jetzt – aber auch Gastfreundschaft, das miteinander Feiern und Leben oder einfach das Teilen des Alltags“, erklärt Schwester Bernadette Dunkel. „Mit unserem Kursangebot wollen wir den ganzen Menschen ansprechen und einladen in vielfältiger Weise mit sich selbst, Gott und den Menschen im eigenen Leben neu in Kontakt zu kommen und verborgene Ressourcen zu ent-falten“, ergänzt Schwester Dorothee Laufenberg und verweist auf Angebote, bei denen es zu Zeiten der Stille und Besinnung zu verschiedenen Zugangsmöglichkeiten zum biblischen Wort, genauso wie zu Bewegung, Information, Begegnung und Gemeinschaft kommen darf.

„Pilgertage speziell für Frauen“, an denen besinnliche Wegstrecken langsam beschritten werden. „Gönn’ dir einen Tag“ als Wohlfühltag mit Gesundheitsgymnastik, Qigong, meditativem Tanz und vielen anderen Entspannungsmomenten. Ein „Kräutertag“, an dem man sich an der Vielzahl der Kräuter auf den nahegelegenen Wiesen erfreuen, Interessantes über ihre Heilwirkung erfahren und verschiedene Kräuterrezepte ausprobieren kann. Oder vielleicht ein Tanzwochenende?

Es gibt viele kleine Schritte, die in Moos gemeinsam mit den Steyler Missionsschwestern und der Akademie für Gesundheit und Entwicklung der St.-Elisabeth-Stiftung gemacht werden können. „Wir wollen da sein und mit den Menschen einen Ort der Begegnung und der christlichen Spiritualität gestalten“, sagen Schwester Bernadette Dunkel und Schwester Dorothee Laufenberg.

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