Musikkapelle Eriskirch begrüßt 2019 mit klangvollem Festkonzert

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Beim Festkonzert ehren der Vorsitzende der Musikkapelle Eriskirch, Dominik Bentele (Zweiter von links) sowie der Präsident des B
Beim Festkonzert ehren der Vorsitzende der Musikkapelle Eriskirch, Dominik Bentele (Zweiter von links) sowie der Präsident des Blasmusikverbandes Bodenseekreis, Walter Stegmaier (Vierter von links), Manuel Schuster, Andreas Schlachter und Susanne Römischer für deren langjährige Mitgliedschaft. (Foto: ANDY HEINRICH)
Freier Mitarbeiter

Mit ihrem traditionellen Festkonzert haben die 54 Musiker der Musikkapelle Eriskirch unter dem Dirigat von Fabian Koch am Samstag in der neuen Sporthalle ihren rund 400 Zuhörern einen klang- und stimmungsvollen Gruß ins neue Jahr gesendet. Für langjähriges und treues Wirken in der Gemeinschaft ehrte der Präsident des Blasmusikverbandes Bodenseekreis, Walter Stegmaier, Manuel Schuster und Andreas Schlachter für 20 Jahre sowie Susanne Römischer für ihr vorbildliches Wirken mit der Fördermedaille in Silber.

„Erfreuen Sie sich an unserer Musik und genießen sie unser Programm“, sagte der Vorsitzende der Musikkapelle, Dominik Bentele, in seiner Begrüßung, bevor Moderator Edmund Schraff mit dem zeitgenössischen Werk „Concert Prelude“ von Phillip Sparke den musikalischen Reigen feierlich eröffnete. „Bright Lights..City Nights“, so der Titel des englischen Komponisten Paul Hart, interpretiert und inszeniert das Abbild mit seinem bunten und wilden Treiben der Großstadt in den 20-Jahren. In „Mazury Rhapsody“ von Alfred Bösendorfer fand sich der Zuhörer im fernen Polen wieder, einführend mit einer Polonaise, die mit einem sentimentalen, slawisch klingendem Thema zum gemeinsamen Tanz auffordert und schließlich euphonisch nach einem rasanten Galopp der Woiwoden Reiter im Glockenklang und heimatlichen Volkslied dieser Rhapsodie mündete.

Schlag auf Schlag präsentierten die Musikanten ihre außerordentliche Bandbreite und begaben sich unter „Vollen Segeln“ (Klaus Strobl) auf die Reise, um Johann Strauß, dem König des Dreivierteltaktes, im „Kaiserwalzer“ ihre Aufwartung zu machen. „Sauber wie sicher fetzen nun Solisten, Register, und Orchester durch jüdische Volksmusik und Ragtime“, kündigte Edmund Schraff an. Tatsächlich vernahm das Rund wehklagende und schluchzende Klarinetten, durchtrieben von einer rotzigen Posaune und eines im Blues dahinschmelzenden Saxofons.

Schließlich blies das großartige Ensemble in einem fulminanten Finale zum aberwitzigen Kampf von „Tom & Jerry“, bevor Leonard Bernstein mit „West Side Story“ Einblicke in einen völlig unnötigen Bandenkrieg gab und die heimischen „Swing Legenden“ mit Peter Hausmanns Arrangement einen grandiosen Abschluss fanden, selbstredend mit verdienten Zugaben und langanhaltendem Applaus für eine großartige Leistung.

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