„Hier wird etwas Gutes entstehen“

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Freier Mitarbeiter

Ein Großbauprojekt an der Ecke Greuther Straße/Schubertstraße steht kurz vor der Umsetzung. Während einer kleinen Feier haben Investor, Bauherr und Zimmerermeister Tobias Plümer und sein Kooperationspartner Christoph Hartmann samt Gästen mit einem symbolischen Spatenstich den Startschuss für das ehrgeizige Projekt gesetzt. Drei Mehrfamilienhäuser mit 30 Wohn- und zwei Büroeinheiten sowie einem Café werden auf der Wiese gegenüber des Altenpflegeheimes Haus St. Iris gebaut.

„Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dass wir hier nicht nur klassischen Wohnraum bauen und anbieten, sondern in Zusammenarbeit mit der Stiftung Liebenau elf Inklusionswohnungen in unseren Planungen integrieren haben können“, sagte Tobias Plümer, Schreinermeister und Investor von Plümer Holzbau Eriskirch, während des Spatenstichs am Mittwochabend. Im Beisein von Vertretern der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderates freute sich Plümer, im Ortsteil Schlatt ein Projekt angehen zu dürfen, das auch Menschen mit Beeinträchtigungen ein weitgehend autarkes Leben in den eigenen vier Wänden ermögliche: „Das Thema Inklusion, der soziale Aspekt, ist heute in aller Munde. Wir sind froh, dass wir mit der Stiftung Liebenau ein entsprechendes Konzept entwickeln und umsetzen konnten“, sagte Plümer. Er sei froh, dass Unstimmigkeiten mit einigen Nachbarn im Vorfeld aus dem Weg geräumt werden konnten.

Partner investieren elf Millionen

Etwa elf Millionen Euro nehmen die Partner laut Bauherrn in die Hand, um den Ortsteil Schlatt in seiner Gesamtheit und Linienführung weiter auszubauen. Frank Jehle, Leiter des Ortsbauamtes Eriskirch, sprach von einem tollen, von einem Vorzeigeprojekt: „Hier entsteht ein neuer Teil der neuen Ortsmitte. Es freut uns besonders, dass das Vorhaben in einer innovativen Holzbauweise nachhaltig, modern und attraktiv realisiert wird. Der Wohnpark mit seinen drei Baukörpern soll sich städtebaulich an die bis dahin gewachsene Infrastruktur anlehnen und bildet in diesem Bereich einen Lückenschluss.“

Die Architektur zeige sich optisch attraktiv, ohne dass man den Eindruck gewinnen könne, dass die Baukörper zu gewichtig erscheinen: „Hier wird etwas Gutes entstehen.“ Jehle erklärte, dass es politischer Wille sei, die innere Nachverdichtung durch flächensparendes Bauen weiter fortzuschreiben. Bezahlbarer Wohnraum, ohne Verlust auf Eingrünung, die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr; aber auch die Nähe zu Kindergarten und Schule, zu Geschäften, Ärzten oder zu den Sportanlagen seien weitere positive Begleitfaktoren des Projektes. Mit der integrierten Gastronomie erhofft sich Jehle eine Belebung des Ortsteils, einen Platz der Begegnung, an dem sich Nachbarn und Freunde gerne treffen.

Laut Tobias Plümer habe man für das Wohnbauprojekt keinerlei Werbung über gängige Online-Medien gemacht, sondern ausschließlich mittels der aufgebauten Bautafel auf dem Baugrundstück Kunden gewinnen können: „Die meisten Wohnungen wurden von Eriskirchern und von Bürgern in der näheren Region gekauft. Es war und ist uns wichtig, dass hier heimische Menschen passenden Wohnraum finden.“

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