Eriskirch ehrt verdiente Mitbürger

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Einen informativen und unterhaltsamen, geselligen Einwohnerempfang haben zahlreiche Gäste am Donnerstag in der Eriskircher Sporthalle begleiten dürfen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde Thilo Reiss für seine langjährigen Verdienste als Gremiumsmitglied des Gemeinderates mit der goldenen Wappennadel geehrt. Zudem erhielten Brigitte Herbich und Angelika Pusch stellvertretend für alle ehrenamtlich Tätigen den sozialen Ehrenamtspreis der Bürgerstiftung. Karl-Heinz Vogt wurde posthum für sein vielseitiges Wirken mit dem Ehrenpreis für besonderes, bürgerschaftliches Engagement bedacht.

Im Rahmen des feierlichen Einwohnerempfangs nutzten am Donnerstag zahlreiche Bürger die Möglichkeit, sich über das abgelaufene Jahr in der Schussengemeinde zu informieren. In seinem Jahresrückblick sprach Bürgermeister Arman Aigner von einem Zeitraum, der in vielerlei Hinsicht von viel Arbeit, wichtigen Projekten aber auch von gesellschaftlichen und kulturellen Ereignissen geprägt wurde.

Zuvor nutzte der Rathauschef die Gelegenheit, um sich bei den treuen Blutspendern zu bedanken: „Sie alle geben regelmäßig Blut, sie tun dies seit vielen Jahren, unspektakulär aber effektiv. Ohne sie könnte man die medizinische Versorgung in unserem Land nicht aufrechterhalten. Somit sind sie Lebensretter der ganz besonderen Art, viel Dank für ihren Einsatz“, lobte Aigner, bevor er Thilo Reiss für sein 19-jähriges Wirken im Rat mit der goldenen Wappennadel auszeichnen durfte. Dabei habe der Geehrte nicht nur seine langjährige kommunalpolitische Erfahrung stets zum Wohle der Bürgerschaft in die Waagschale geworfen: „Mit gerade einmal 23 Jahren wurdest Du zum Gemeinderat gewählt und warst dort bis 2018 tätig. In Finanzfragen hast Du durch deine beruflichen Kenntnisse viele Entscheidungsprozesse bereichert, warst Mitglied im Verwaltungsausschuss, im Abwasserverband Unteres Schussental sowie neben weiteren Posten und Ämter im Gutachterausschuss tätig. Im Namen der Gemeinde Eriskirch, des Gemeinderates, der Verwaltung und der Bürgerschaft danke ich Dir für dein großartiges Engagement“, sagte der Bürgermeister, bevor Petra Wund und Christoph Palm von der Josef-Wund-Stiftung die Anwesenden mit ihrer Zusage überraschten, den Bau eines Wasserspielplatzes am neuen Kindergarten in der Festhalle finanziell zu unterstützen.

Gemeinde erzielt Überschuss

Was wäre ein Jahresempfang ohne Rückblick auf die Geschehnisse in einer Gemeinde? In seinen Ausführungen berichtete Arman Aigner neben den zahlreichen Aktivitäten der kulturellen, sportlichen, gesellschaftspolitischen und musischen Gemeinschaften Eriskirchs auch über die kommunale Finanzlage. Aigner: „Wir haben unser Ziel erreicht und konnten nicht nur, wie es das doppische Rechnungsverfahren seit Kurzem vorschreibt, eine schwarze Null, sondern 2017 einen Überschuss in Höhe von 576 000 Euro erwirtschaften. Dabei standen die Festhalle mit 322 000 Euro von insgesamt sieben Millionen Euro netto, der Wasserspielplatz Strandbad mit 260 000 Euro sowie beispielsweise die Irisschule mit 217000 Euro von insgesamt rund drei Millionen Euro auf der Investitionsseite.“ Der Finanzplan für 2018 werde laut Aigners Aussage einen Überschuss von etwa 200 000 Euro aufweisen, sodass man das Ziel der Generationengerechtigkeit erneut erreichen könne.

In punkto Tourismusentwicklung sei man mit 30 300 Übernachtungen bei 41 Gastgebern gut unterwegs gewesen, rund 250 Teilnehmer habe man im Rahmen von Radtouren und Führungen begrüßen dürfen.

Musikalisch umrahmt wurde der Eriskircher Bürgerempfang von Schlagzeuger Markus Schmidt, Sängerin Be Ignacio sowie von Edmundo Carneiro. Die Fotogruppe Kreativ erfreute die Besucher zudem mit einer bunten Bilderreise durch das Gemeindegeschehen 2018.

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