15 Jahre Rohr-Stiftung: Ehepaar engagiert sich seit 15 Jahren für den Vogelschutz

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Die 87-jährige Hildegard Rohr ist stolz auf das, was sie bisher mit ihrer Stiftung erreicht hat. Sie weiß aber: Es gibt noch vie
Die 87-jährige Hildegard Rohr ist stolz auf das, was sie bisher mit ihrer Stiftung erreicht hat. Sie weiß aber: Es gibt noch viel zu tun. (Foto: Bodensee-Stiftung)
Schwäbische Zeitung

Hildegard Rohr weiß um die Zerbrechlichkeit der Schönheiten der Natur, um die fortschreitende Zerstörung, den dramatischen Rückgang der Artenvielfalt und insbesondere der Vögel. Deshalb wollten sie und ihr Mann Franz einen positiven Beitrag leisten und riefen die Franz-und-Hildegard-Rohr-Vogelschutz-Stiftung ins Leben. Zweck der Stiftung ist „der Lebensraumschutz insbesondere der Vögel, die Ruhezonen, Rastplätze, Brut- und Nistplätze sowie Nahrung finden sollen“. Der Fokus liegt auf der Bodenseeregion, die Bodensee-Stiftung koordiniert die Aktivitäten, wie sie selbst in einer Pressemitteilung erklärt. Auch mit dem Nabu Eriskirch-Meckenbeuren hat es bereits eine gemeinsame Aktion gegeben.

Im November hat die Franz-und-Hildegard-Rohr-Vogelschutz-Stiftung ihr 15-jähriges Bestehen. Ein Grund zum Feiern? Ja und nein.

In den vergangenen 15 Jahren hat sich laut einer Pressemitteilung der Verlust der biologischen Vielfalt noch verschärft, etwa eine Million Arten würden in den kommenden Jahren aussterben, wenn die Menschheit es nicht schaffe, dass Ruder herumzureißen. Die Stiftung untzerstützte allerdings in den vergangenen zehn Jahren regelmäßig Aktivitäten von BUND, Nabu und der Bodensee-Stiftung. So wurden im Wollmatinger Ried Brutflöße für Flussseeschwalben angelegt, und die Bodensee-Stiftung hat gemeinsam mit Partnern wertvolle Kleingewässer angelegt. Der Nabu Eriskirch-Meckenbeuren konnte seine Nistkastenaktion ausweiten und verteilte Dutzende von Nisthilfen inklusive einer Anleitung zur Anbringung und Pflege an die Bürger.

„Während unserer Urlaube am Bodensee erfreuten wir uns an der schönen Natur, dem See, den Wiesen und Wäldern, erklärt die 87-jährige Stifterin ihre Beweggründe. Auf ausgedehnten Ausflügen entdeckten wir aber auch, wie gefährdet diese Ökosysteme sind.“ Das Ehepaar gründete die Stiftung und verfügte, ihr bestehendes Vermögen nach ihrer beider Ableben der Stiftung zu hinterlassen. Rohr apelliert an die Menschen, etwas für den Natur- und Tierschutz zu tun: „Jeder kann vor seiner eigenen Haustür, in seinem eigenen Garten anfangen.“

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