Tierisch: Züchter und Hobbyhalter gehen zusammen

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Martha Staader-Müller ist Vorsitzende, Franz Riedel Zuchtbuchführer des neuen Vereins „Tierfreunde Deggenhausertal“.
(Foto: elo)
Elke Oberländer

Die einen sind Züchter, die ihre Tiere auf Ausstellungen präsentieren, für andere steht bei der Hasen- oder Schweinehaltung eher der Sonntagsbraten im Mittelpunkt, wieder andere haben Gnadentiere aufgenommen und wollen vom Schlachten nichts wissen. Gemeinsam ist den Mitgliedern des Tierfreundevereins Deggenhausertal, dass sie ihre Erfahrungen austauschen und sich gemeinsam weiterbilden wollen. Der neue Verein ist am Freitag in Obersiggingen gegründet worden.

Zur Gründung eingeladen hatten Martha Staader-Müller, Betreiberin eines Gnadenhofs in Untersiggingen, und Alpakazüchter Michael Schneider aus Lellwangen. Die Teilnehmer haben Staader-Müller für zwei Jahre zur Vorsitzenden, Schneider zu ihrem Stellvertreter gewählt. „Bei mir gibt es Kleintiere nur auf dem Teller oder in der Kühltruhe“, so stellt sich Hartmut Mendl aus Salem-Beuren vor. Der Hundebesitzer und Schwiegervater von Michael Schneider hat die Gründungsversammlung geleitet. Seine Tochter Jasmin Schneider ist neue Schriftführerin, die Kasse hat Gabi Jung aus Mennwangen übernommen.

Jugendarbeit ist wichtig

Laut Satzung verpflichten sich die Mitglieder, ihre Tiere nach den Vorschriften des Zentralverbands Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter (ZDRK) zu tätowieren oder nach den Vorgaben des Bunds Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRZ) zu beringen sowie ordentliche Zuchtbücher zu führen. Zum Geflügelzuchtwart hat die Vorsitzende ihren Stellvertreter Schneider ernannt, zum Zuchtbuchführer Franz Riedel aus Deggenhausen. Im Lauf des Jahres sollen Geflügel-Zuchtwart und Jugendwart dazukommen. Die Mitglieder verpflichten sich, „es mit dem Tierschutz und der Zuchtarbeit ernst zu nehmen.“ Die Satzung verlangt „regelmäßigen Versammlungsbesuch“.

Gestartet ist der Verein am Freitag mit 16 Mitgliedern, darunter auch Kinder. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht, ab vier Jahren dürfen Kinder an Ausstellungen teilnehmen. Jeden zweiten Samstag im Monat soll es ein Treffen geben: Staader-Müller plant Stallbesuche, Schulungen am Tier und Vorträge von Tierärzten. Für Kinder soll es im Sommer ein Zeltlager oder einen Hüttenaufenthalt geben. Der Vorsitzenden liegt vor allem die Jugendarbeit am Herzen.

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