Bilder bringen alte Fachklinik zum Leuchten

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Walter Steenblock und Ingrid Schmidt am Waschbecken aus Pappmasche, das von ihrer Künstlerkolleginn Theresia Hillebrand gestalte (Foto: Anja Schuster)
Schwäbische Zeitung

Nicht zu viel will Ingrid Schmidt über ihre Bilder erzählen. Denn die Malerin aus Friedrichshafen will, dass die Betrachter sich selbst eine Meinung von ihren abstrakt gemalten Gemälden bilden. „Die Bilder beginnen zu erzählen, wenn man sich in sie hineinversetzt.“ Erst wenn das geschehen ist, erzählt sie, was die Bilder für sie selbst bedeuten. „Das erste Grün“, „Erinnerungen an Indien“ und „Sonnenfinsternis“ heißen ihre Bilder, die ab kommendem Freitag in der Panoramagalerie beim Bodensee Berghof Höchsten zu sehen sein werden.

In 18 Räumen sind dann aber nicht nur Exponate der Friedrichshafener Malerin zu bewundern, sondern auch Kunstwerke von drei weiteren Künstlern. Darunter die Kalligraphien von Walter Steenblock, der sein Atelier dort hat. Die Räume für die Ausstellung würden von Hoteleigentümer Hans-Peter Kleemann zur Verfügung gestellt, so Steenblock. Schon im vergangenen Jahr habe man dort eine Ausstellung mit 13 Künstlern organisiert, die über 800 Besucher angelockt habe. Doch in diesen Räumen wird es die letze Ausstellung dieser Art sein, denn die Familie Kleemann baut die ehemalige Fachklinik in ein Wellness-Hotel um.

Waschbecken aus Pappe

Während die Bilder von Ingrid Schmidt thematisch in den Räumen aufgeteilt sind, hier überwiegend knalliges rot, dort warme Brauntöne, sind die Arbeiten der dritten Künstlerin, Theresia Hillebrand, bislang in einem Raum komprimiert. In vielen kleinen weißen Bilderrahmen hängen Comics und Cartoons. Die Texte dazu hat Jürgen Vischer getextet. „Der ist in der IT-Branche und nutzt die Cartoons als Untermalung für seine Vorträhe“, erzählt Steenblock. Daher drehe sich die meisten auch um das Thema Datensicherheit.

Doch nicht nur die Cartoons sindvon Theresia Hillebrand, auch der sitzende Handwerker in der Ecke oder das täuschend echt aussehende, mit Farbe verschmutzte Waschbecken hat sie gestaltet. Allesamt aus Pappmasche.

Der vierte im Bunde ist der Bildhauer Lutz Gruna aus Wirrensegel. Aus Holz, Ton, Eisen und Marmor gestalte Gruna seine Skulpturen, erzählt Steenblock, der die Organisation der Ausstellung übernommen hat.

Bis zur Vernissage am Karfreitag, 29. März, ab 19 Uhr ist noch einiges zu tun. Denn noch lange sind nicht alle Werke an ihrem Platz aufgehängt und auch die Beleuchtung muss noch in großen Teilen installiert werden. „Außerdem müssen wir noch aufräumen“, sagt Ingrid Schmidt mit einem Lachen. Musikalisch umrahmt wird die Vernissage vom Duo „Twice Light“.

Die Ausstellung

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