Knapp das Nachsehen haben Reinhard Bergmann (links) und SpVgg-Kapitän Luciano Greco (rechts) beim 1:2 gegen den A2-Tabellenführe
Knapp das Nachsehen haben Reinhard Bergmann (links) und SpVgg-Kapitän Luciano Greco (rechts) beim 1:2 gegen den A2-Tabellenführer VfL Brochenzell (Alexander Pfister). (Foto: alexander hoth)
Sportredakteur

Mit 2:1 hat der VfL Brochenzell am 17. Spieltag der Fußball-Kreisliga A2 die Spielvereinigung Lindau niedergerungen und bleibt mit zehn Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten SV Achberg (3:2 zu Hause gegen VfB Friedrichshafen II) unangefochtener Spitzenreiter. Der Heimsieg vor rund 200 Zuschauern fiel allerdings zumindest schmeichelhaft aus. Am Rande der Partie wurde zudem bekannt, dass Ralf Bühler und Rolf Weiland dem VfL auch nächste Saison als Trainerduo verbunden bleiben.

„Beide haben bei uns verlängert“, bestätigte Simon Hirscher die Personalie der Schwäbischen Zeitung. Mit ihnen, so der stellvertretende VfL-Abteilungsleiter Fußball weiter, wolle man den „Brochenzeller Weg“ weitergehen. „Wir versuchen, ein sportliches Konzept auf die Beine zu stellen, dass bezirksligatauglich ist und die Jugend voll integriert“, sagte Hirscher kurz nach Spielschluss. Zu diesem Zeitpunkt lagen sich die VfL-Spieler in den Armen und feierten feuchtfröhlich ihren zwölften Saisonsieg am aufgestellten Biertisch auf dem Rasengrün.

Dass der in der laufenden Spielzeit immer noch ungeschlagene Tabellenführer leistungsmäßig noch Luft nach oben hat und sich in der nächsthöheren Spielklasse wesentlich stärker präsentieren muss, um dort sportlich zu überleben, war am Sonntagnachmittag auch für den Fußballlaien unübersehbar. An der schwülwarmen Witterung bei 25 Grad Celsius Außentemperatur dürfte es sicher nicht gelegen haben, dass – nach ordentlichem Beginn und der 2:0-Führung – die Brochenzeller nach der ersten Viertelstunde mehr und mehr das Fußballspielen einstellten. Das kann auch nicht allein am verletzungsbedingten Ausfall der beiden VfL-Leistungsträger Claudio Hirscher (19.) und Markus Milbradt (53.) während der Partie sowie der Herausnahme von Stürmer Michael Meschenmoser (61.), der kurz vor der Gelb-Roten Karte stand, festgemacht werden. „Wir haben nach 15 Minuten nachgelassen. Die Lindauer haben das dann sehr gut gespielt. Bei uns war es der Kampf und Wille, das 2:1 zu behalten“, gestand VfL-Coach Rolf Weiland. Um sogleich hinzuzufügen, „dass auch solche Phasen zum Fußball gehören“.

Schiri ahndet Handspiel nicht

Und, so möchte man hinzufügen, eine gehörige Portion Glück: Die hatten die Gastgeber beim 1:0 nach drei Minuten: Unbemerkt vom Unparteiischen blieb das Handspiel von Jörg Baumann, der im linken Strafraumhälfte der Lindauer den Ball regelwidrig mitführte und nach innen passte. Im Gewühl setzte sich Michael Meschenmoser gegen SpVgg-Verteidiger Benedikt Chupik durch, der zu weit weg vom VfL-Stürmer stand, und drückte den Ball über die Linie. Nach 15 Minuten stellte Claudio Hirscher auf 2:0, nachdem er – völlig unbedrängt im Sechszehner – von Maximilian Konrad fein bedient wurde.

Danach kontrollierten die Gäste, deren angeschlagene Innenverteidiger Sonny Zahlmann und Nikolaos-Chrysovalantis sowie Robert Schellander von SpVgg-Coach Sdran Gemaljevic nicht eingesetzt wurden, mehr und mehr das Spiel. Immer wieder im Angriff gesucht: Dominik Mahren. Der besorgte nach einer guten halben Stunde das 1:2 und hatte im weiteren Verlauf gegen erschreckend harmlos aufspielende Brochenzeller mehrfach den Ausgleich auf dem Fuß.

Trotz der knappen Niederlage und der akuten Verletzungsmisere sieht Gemaljevic für seine Mannschaft noch gute Möglichkeiten, in der Tabelle weiter nach vorne zu kommen (siehe untenstehendes Interview).

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