Gemeinde kauft Gasthaus „Adler“

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Die Gemeinde Bermatingen hat das Gasthaus „Adler“ gekauft, um auf die zukünftige Nutzung Einfluß zu nehmen, um die Gaststätte zu
Die Gemeinde Bermatingen hat das Gasthaus „Adler“ gekauft, um auf die zukünftige Nutzung Einfluß zu nehmen, um die Gaststätte zu erhalten und die dortige Arztpraxis für die nächsten Jahre zu sichern. (Foto: Claudia Paul)
Claudia Paul

Mit guten Nachrichten hat Bürgermeister Martin Rupp die Gemeinderatssitzung eröffnet. „Die Gemeinde hat das Gasthaus „Adler“ gekauft“, sagte Rupp. Dies sei geschehen, um auf die zukünftige Nutzung des für das Ortsbild prägenden Gebäudes Einfluss zu nehmen. Die Gaststätte solle erhalten und die im gleichen Gebäude befindliche Arztpraxis für die nächsten Jahre gesichert werden. Verhindern wolle die Gemeinde mit dem Kauf auch, dass ein Investor das Haus kaufe und Wohnungen aus den Räumlichkeiten mache.

„Mit dem Kauf haben wir uns Zeit erkauft“, so Rupp weiter. Für die erfolgreiche Gewerbemeile dankte der Schultes den Organisatoren um Gemeinderat Karl Volz. „Das war beste Werbung für unsere Betriebe und für unseren Ort“, betonte Rupp. „Die Gemeinde erhält einen Zuschuss über 52 500 Euro für drei Jahre für einen Flüchtlings- und Integrationsbeauftragten“, so Bürgermeister Rupp. Für die kommunale Sportstättenförderung erhält die Gemeinde 150 000 Euro. „Der Tag der Städtebauförderung hat gute Anregungen ergeben“, sagte Rupp.

Bei dem Treffen mit Interessierten zur Umgestaltung des Bahnhofareals und der Schule hat die Planstatt Senner die Pläne vorgestellt. Die erste Bauphase, bei der neue Spielgeräte aufgebaut würden, beginne noch vor der Sommerpause. Die aktuelle Umleitung der halbseitig gesperrten Bundesstraße zeige, dass Bermatingen die Ortsumfahrung benötige. Der Antrag zum Umbau und der Erweiterung des Wohnhauses in der Autenweiler Straße wurde positiv entschieden. „Das ist eine schöne Planung“, sagte Bürgermeister Rupp im Ausschuss für Bauwesen und Umwelt. Der Anbau werde in zweigeschossiger Holzständerbauweise gestaltet, das Flachdach extensiv begrünt.

Dem Antrag zum Abbruch einer Doppelgarage und dem Neubau einer solchen plus Carport in der Mühlbachstraße stimmte der Bauausschuss zu und folgte somit der Empfehlung des Ortschaftsrates Ahausen. Ebenso erging es dem Bauantrag zur Erweiterung des bestehenden Hofladens in der Heiligenbergstraße. „Die Erweiterung erfolgt mit Holz und Glas“, erklärte Bernd Fliegauf vom Bauamt. Landschaftsarchitekt Helmut Hornstein stellte dem Rat die eingegangenen Stellungnahmen aus der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange des Bebauungsplans „Obere Mühle“ in Ahausen vor (die SZ berichtete). Der Rat stimmte zu, ebenso dem Beschluss zur Aufteilung in zwei Verfahren. Der geänderte Geltungsbereich und Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Obere Mühle“ wurde positiv entschieden.

Dem Ausbau des Radwegs von Ahausen nach Grasbeuren stimmte der Rat zu. „Durch die Versiegelung des Weges fallen 60 500 Ökopunkte weg“, sagte Ortsbaumeister Anton Gaiser. Dadurch entstünden Mehrkosten in Höhe von 16 500 Euro und beliefen sich so auf insgesamt 88 250 Euro. „Der Weg war vorher schon versiegelt“, sagte Hubert Sträßle. Bei Regen fließe das Wasser bisher schon über die Wegränder ab. „Ich bin für die Asphaltierung“, sagte auch Karl Homburger. Die Landwirte müssten bisher den vorhandenen Löchern ausweichen und so würde eine Verbesserung geschaffen. „Wir sollten die Kirche im Dorf lassen“, bemerkte auch Bürgermeister Rupp. Die Mehrkosten durch die wegfallenden Ökopunkte solle man übernehmen, wobei die Hälfte über die Fördermittel wieder zurückfließen würde. Bei einer Gegenstimme wurde dem Antrag zugestimmt.

Auf der Tagesordnung standen weitere Erneuerungsmaßnahmen im Dorfgemeinschaftshaus. „Verschiedene Brandschutzmaßnahmen für das Dorfgemeinschaftshaus wurden uns empfohlen“, sagte Ortsbaumeister Gaiser. Fachingenieur Sven Volk aus Immenstaad habe eine Brandschutzbegehung vorgenommen. Türen und Glasscheiben zwischen Fo-yer/Küche und Saal sollten erneuert werden. Der Einbau von Rauchmeldern, der Einbau von Rauch- und Wärmeabzügen im Foyer sowie der Einbau einer Treppe von der Empore in den Saal sei bereits vorgenommen worden. Drei Angebote seien eingegangen. Der Rat stimmte zu, der Schreinerei Bucher aus Owingen als günstigstem Bieter den Zuschlag zu erteilen. Die Kosten beliefen sich auf 33 400 Euro brutto. „Der Austausch der Lautsprecheranlage ist für 2017 geplant“, sagte Gaiser. Erste Vorschläge lägen bereits vor, doch wolle man dies noch mit Vertretern der Vereine als Hauptnutzer abstimmen.

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