Blutreiter sorgen sich um die Zukunft

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Die Ailinger Blutreiter bei der außerordentlichen Sitzung im Reiterstüble in der Weilermühle.
Die Ailinger Blutreiter bei der außerordentlichen Sitzung im Reiterstüble in der Weilermühle. (Foto: Blutreiter Ailingen)
Schwäbische Zeitung

Über ihre Zukunft haben die Ailinger Blutreiter jüngst im Reiterstüble in der Weilermühle gesprochen. Dort trafen sie sich zur außerordentlichen Sitzung.

Bei rund 15 Blutreitern jährlich ist etwa die Hälfte davon nahe oder über 60 Jahre. Diese Altersstruktur betreffe nicht nur die Ailinger Blutreiter, sondern sei auch generell ein Problem anderer Blutreitergruppen in Weingarten. Hintergrund ist natürlich auch, dass es immer weniger bäuerliche Betriebe gibt, die Pferde für den Blutritt halten und die Tradition weitergeben, was ursprünglich den Sinn des Blutrittes darstellte. Es wurde viel über die Zukunft der Gruppe diskutiert, schreiben die Blutreiter in ihrem Bericht. Als Alternative wurde der Zusammenschluss mit anderen Blutreitergruppen aus der Region angesprochen, wobei Emil Wintermantel sich laut Bericht klar dafür aussprach, dass hier die zusammengehörenden Kirchengemeinden berücksichtigt werden müssten.

Jüngere Reiter, die in Zukunft mitreiten möchten, gebe es. Es müssten jedoch die passenden und blutritttauglichen Pferde gefunden werden. Die Blutreiter beschlossen, dass intensiv nach solchen Pferden Ausschau gehalten wird, um weitere Reiter beritten zu machen, und der Blutreitergruppe Ailingen wieder zu ihrer alten Stärke mit verjüngten Reitern zu verhelfen. Die Ailinger Blutreiter freuen sich über passende Angebote, „dies natürlich nicht unentgeltlich“, heißt es im Bericht. Angebote erbittet Gruppenführer Berthold Katzenmaier, Telefon 07541 / 569 64.

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