Neues Hilfsangebot für Menschen in psychischen Krisen

Neues Hilfsangebot für Menschen in psychischen Krisen
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Neues Hilfsangebot für Menschen in psychischen Krisen (Foto: WeLocal / WeLocal Import)
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An wen wende ich mich, wenn mir alles über den Kopf wächst? Wie finde ich wieder Hoffnung? Was, wenn mich die Einsamkeit überrollt?

An wen wende ich mich, wenn mir alles über den Kopf wächst? Wie finde ich wieder Hoffnung? Was, wenn mich die Einsamkeit überrollt? Wer in eine seelische Krise gerät, ist von der Vielzahl an Hilfsangeboten oftmals überfordert. Eine zentrale Anlaufstelle fehlte bisher – nun startet der Bezirk den „Krisendienst Schwaben“. „Krisen können jeden treffen. Sie machen keinen Unterschied zwischen Geschlecht, Alter oder Beruf“, sagt Bezirkstagspräsident Martin Sailer. „Wir freuen uns, dass wir den Menschen in Schwaben künftig Orientierung bieten und unbürokratisch helfen können.“ Menschen in Notlagen erreichen unter der Nummer 0800 / 655 3000 künftig Fachkräfte der Sozialpädagogik, Psychologie und Psychiatrie, die in der Leitstelle des Krisendienstes mit Sitz in Augsburg tätig sind. Die Mitarbeiter versuchen, zunächst im Telefongespräch weiterzuhelfen. Wenn nötig, vermitteln sie Anrufer dann an die richtigen Ansprechpartner. Hierfür greifen die Mitarbeiter der Leitstelle auf eine umfangreiche Netzwerkdatenbank mit Hilfsangeboten in ganz Schwaben zurück, die eigens für das Projekt angelegt wurde. Die Mitarbeiter der Leistelle können zudem mobile Teams aussenden, die Betroffene in ganz Schwaben innerhalb einer Stunde erreichen und direkt vor Ort weiterhelfen. Je nach Bedarf leiten die mobilen Teams die Betroffenen wiederum an ambulante oder stationäre Hilfen weiter. Nach den Bezirken Oberbayern und Mittelfranken startet der Krisendienst neben Schwaben auch in Ober- und Unterfranken, Niederbayern und der Oberpfalz. Damit besteht bayernweit ein präventives Hilfesystem, das es in dieser Form in keinem anderen Bundesland gibt. Anlass für das innovative Projekt ist, dass das Bayerische Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz 2018 neu geregelt wurde, um den Bestimmungen der UN-Behindertenrechtskonvention nachzukommen und die Selbstbestimmungsfähigkeit von psychisch kranken Menschen zu gewährleisten. Alle Leitstellen, wie auch die Leitstelle des Krisendienstes Schwaben, werden vom Freistaat Bayern finanziert, wohingegen die Kosten der mobilen Teams von den bayerischen Bezirken getragen werden. Die Leitstelle in Augsburg wird von den Bezirkskliniken Schwaben betrieben, die mobilen Teams vor Ort werden von den Fachdiensten der Träger der freien Wohlfahrtspflege, in Schwaben der Caritas und der Diakonie, gestellt. Alle arbeiten mit dem bereits vorhandenen Versorgungsnetzwerk eng zusammen. Die Koordination und die bedarfsgerechte Weiterentwicklung des Krisendienstes liegt beim Bezirk Schwaben. Der Krisendienst Schwaben ist Teil des Netzwerkes der Krisendienste Bayern, die Notfallnummer gilt in ganz Bayern.

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