Westerheims Kinder erleben die Mantelteilung und hören vom Heiligen Martin

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Die Kindergartenkinder aus Westerheim haben zusammen mit ihren Erzieherinnen und Eltern den Heiligen Martin groß gefeiert. Zu Ehren des Bischofs von Tours fand am Montagabend eine Andacht und ein Laternenumzug sowie das Martinspiel mit der Mantelteilung statt, die den römischen Soldaten und späteren Bischof so berühmt gemacht hat: Denn vor den Toren der Stadt Amiens soll St. Martin seinen Soldatenmantel mit einem frierenden Bettler geteilt haben. Markus Meyer hoch zu Ross und Oberministrant Jonas Blaha am Boden erinnerten vor der Christkönigskirche an diese edle Tat, die Pfarrer Karl Enderle schon zuvor bei einer Feier mit vielen Liedern in der Christkönigskirche erläutert hatte. Da las er das Matthäus-Evangelium (Mt 25,40) vor, in dem es heißt: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Der Heilige Martin habe dies vorgelebt, in dem er seinen Mantel teilte. Gott möchte, dass es allen Menschen gut geht, deshalb sei ein Teilen der Güter unerlässlich. Die Worte Jesu sollen auch die Menschen heute ermutigen, den Nächsten zu sehen und diesen mit Liebe zu begegnen. Der Heilige Martin sei ein Vorbild, der zu guten Taten und zum Teilen ermutige. Schon die einleitenden Worte des Gebets „Vater unser“ sollen deutlich machen, dass Gott der Vater aller Menschen sei und der Nächste an der Seite zu sehen sei, erläuterte Enderle. Die Vorschulkinder der Arche Noach versammelten sich noch vor dem Altar und sangen das Lied „Ich gehe mit meiner Laterne durch die dunkle Nacht“. Worte des Lobes und Dankes sprach Kindergartenleiterin Lisa Stehle von der Arche Noach, die allen Helfern dankte, auch den Feuerwehrmännern um Kommandant Andreas Priel, die die Straße zur Kirche absperrten. Im Anschluss an das Martinspiel zogen die Jungen und Mädchen mit ihren Erzieherinnen, Eltern und sonstigen Begleitern hoch zum Sellenberg, wo sie einige Martins- und Laternenlieder sangen. Stolz trugen sie ihre bunten Laternen, die Licht in die dunkle Nacht brachten. Abschließend waren alle Gäste in die Marienburg zum gemütlichen Ausklang mit Glühwein, Punsch, Gebäck, Leberkäswecken und Butterbrezeln eingeladen. Die Leute kamen dabei miteinander ins Gespräch. Die Kollekte in der Kirche erhält Pater Benno Baumeister für seine Missionsarbeit in Bujumbura in Burundi. Das Martinsfest in Westerheim organisiert hatten die Erzieherinnen des katholischen Kindergartens Arche Noach. (Fotos: Hansjörg Steidle)

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