Westerheims Bürgermeister legt ein Versprechen ab

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 Amtsinhaber Hartmut Walz ist für die Bürgermeisterwahl in Westerheim der einzige Kandidat. In der Albhalle stellte er sich vor
Amtsinhaber Hartmut Walz ist für die Bürgermeisterwahl in Westerheim der einzige Kandidat. In der Albhalle stellte er sich vor und ging dann auch auf Fragen der Bürger ein. (Foto: Scholz)

Mit seinem blauen Anzug, der blauen Krawatte und seinem weißen, bunt gepunkteten Hemd tritt er an das Rednerpult, das auf der Bühne der Albhalle in Westerheim steht. Er schaut in die Runde. Seine Brust hebt und senkt sich schnell, doch seine Stimme ist fest und klar. Hartmut Walz hat sich als Kandidat für die Bürgermeisterwahl in Westerheim am Donnerstagabend den Bürgern präsentiert. Der hiesige Amtsinhaber ist zugleich der einzige Kandidat. 2428 Wahlberechtigte können am Sonntag, 23. September, ihre Stimme abgeben. Etwa 100 davon sind in die Westerheimer Albhalle gekommen, um dem Gemeindeoberhaupt und Bürgermeisterkandidaten zu lauschen.

20 Minuten Redezeit

Hartmut Walz schaut nach rechts und links. „Ich freue mich, dass Sie sich Zeit genommen haben. Das zeigt, dass Ihnen die Gemeinde Westerheim wichtig ist“, meint er dann. 20 Minuten stehen Walz zur Verfügung, um sich und seine Vorstellungen zu präsentieren. 19,11 Minuten nutzt er davon. Es seien nicht nur die Bürger, denen Westerheim wichtig sei. Walz ist seit Ende 2002 der Bürgermeister der Kommune und betont: „Mit Freude, Herz und Kompetenz für Westerheim“ – so habe er sich die vergangenen 16 Jahre gezeigt und so wolle er es auch eine weitere Amtsperiode tun. Das Gemeindeoberhaupt fasst an sein Herz. Mit seiner Frau Andrea zog der heute 45-Jährige vor 15 Jahren nach Westerheim, um nicht nur Bürgermeister der Gemeinde, sondern selbst Bürger zu sein. Seine Familie mit den beiden Söhnen Felix und Max würden sich integriert und anerkannt fühlen.

Hartmut Walz wolle für die Kommune einstehen, gemeinsam mit Bürgern und den Mitgliedern des Gemeinderates einen Raum gestaltet, der Heimat geworden sei. Westerheim stehe wirtschaftlich gut dar. „Im Kernhaushalt haben wir von 2003 bis 2018 über 151 Millionen Euro umgesetzt“, sagte Walz. Der Bahnhof Merklingen, Straßen- und Feldwegeunterhaltungen, gemeindliche Einrichtungen: Trotz erheblicher Investitionen sei der Schuldenstand pro Einwohner von 333 Euro (Ende 2002) auf 167 Euro in diesem Jahr gesenkt worden. Ein Erfolg, so Hartmut Walz. Es gelte, immer aktiv zu bleiben, Förder- und Zuschusstöpfe weiter anzuzapfen, um gute Rahmenbedingungen für das Wohnen aber auch für Gewerbe und Landwirtschaft zu ermöglichen. Als Beispiele dafür nennt der Bürgermeisterkandidat den Ausbau der Landesstraße nach Donnstetten, die Ansiedlung eines Pflegeheims, die Umgestaltung der Ortsmitte, die Kläranlage, die Sanierung des Albbades, das Haus für Kinder, Straßenbeleuchtung oder auch das Ausweisen von Bau- und Gewerbegebieten.

Zukunft im Blick

Auch in den kommenden Jahren gebe es Einiges zu tun. Kommunalwahlen stehen an, die Gemeinde stellt auf die so genannte Doppik um, es geht weiter um den Bahnhof Merklingen sowie das interkommunale Gewerbegebiet, um Mobilität und schnelles Internet, um die Verbesserung der Aussegnungshalle, Abwasser, Kinder- und Schulbetreuung und natürlich auch um Westerheim als Tourismusort. Basis seien aber immer die Bürger – auch mit Blick auf eine funktionierende und breit gefächerte Vereinsstruktur. „Deshalb war und ist es mir wichtig, das Ehrenamt zu begleiten und zu unterstützen“, so Hartmut Walz. Er subsumiere darunter nicht nur die so wichtige Jugendförderung, sondern die Stärkung der Vereinsstruktur und auch das Thema Sicherheit. Die Feuerwehr sei ein Garant für die innere Sicherheit. Freiwillige Helfer seien rund um die Uhr im Jahr für die Allgemeinheit unterwegs. Selbstlos.

Kontakt zu Bürgern

„Ich möchte auch weiterhin das gute Miteinander zwischen der Gemeinde, Institutionen sowie der Bürgerschaft fortsetzen und deren wertvolles Wirken fördern“, sagt Hartmut Walz. Der Kontakt zu den Bürgern sei ihm enorm wichtig – ebenso die Tatsache, dass Versprechungen gehalten werden müssen. Die Zuhörer nehmen Hartmut Walz an diesem Abend vor allem ein Versprechen ab: Weiterhin mit Freude, Herz und Kompetenz will der Familienvater Bürgermeister der Gemeinde Westerheim bleiben.

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