Westerheimer Bürger löchern ihren Bürgermeister

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 Hartmut Walz zeigte sich bei der Fragerunde gesprächig. Die Westerheimer hatten in die Albhalle viele Fragen mitgebracht.
Hartmut Walz zeigte sich bei der Fragerunde gesprächig. Die Westerheimer hatten in die Albhalle viele Fragen mitgebracht. (Foto: Scholz)

Wer weitere Fragen an den Bürgermeisterkandidaten Hartmut Walz hat, kann diese am heutigen Samstag, 15. September, ab 15 Uhr im Rasthaus Schertelshöhle stellen. Dort wird es um „Gemeindepolitik zur Kaffee-Zeit“ gehen. Außerdem lädt Hartmut Walz am Montag, 17. September, ab 8 Uhr zum Bürgergespräch beim Krämermarkt ein.

Hartmut Walz stellt sich als Bewerber für die anstehende Bürgermeisterwahl in Westerheim vor. In der Albhalle blicken viele Augenpaare auf ihn. Nach seiner Präsentation zu seiner Person haben die Bürger Gelegenheit, Fragen an den Kandidaten zu richten. Die gibt es reichlich und aus allen Lebensbereichen. Hartmut Walz hat jeweils fünf Minuten Zeit, um eine Frage zu beantworten.

Einem Bürger geht es um den aktuellen Stand zur Zustandsverbesserung der Aussegnungshalle. Die Antwort ist schnell gegeben. Die Grundlage, nämlich finanzielle Mittel im Haushalt, sei gesetzt. Eine Planungsleistung soll in Auftrag gegeben werden.

Dann beschäftige das interkommunale Gewerbegebiet. Derzeit werden in den Gemeinderäten drei priorisierte Flächen vorgestellt. Vorgeschlagen ist ein 50 Hektar großes Gebiet zwischen Nellingen und Merklingen. Doch was bringe das der Gemeinde Westerheim? „Wir Bürgermeister sind uns sicher, dass das der richtige Weg ist. Die Ausgaben lassen sich noch nicht kalkulieren, sollen aber durch Steuereinnahmen refinanziert werden“, sagt Walz und fügt an: „Wichtig ist, dass wir Arbeitsplätze halten und neue schaffen können. Es ist gut, dass da Westerheim dabei ist.“

Den Westerheimern geht es aber auch um die Wohnsituation. Das Neubaugebiet Zimmerhaldenweg sei so gut wie belegt. Walz stellt klar, dass er dem Grundsatz folgen wolle, dass die Innenentwicklung, also der Baulückenschluss, vor der Außenentwicklung stehe. Es müsse auch an Konsequenzen gedacht werden: Bei mehr Einwohnern gehe es auch um den Ausbau von Infrastruktur, Kita- und Schulangeboten. „Der Ortskern muss leben. Westerheim darf innen nicht aussterben“, so Walz.

Um die Ortsmitte geht es dann bei einer weiteren Frage. Rathaus sanieren oder ein Neubau? Hartmut Walz stellt klar: „Außer meiner Sprudelflasche gehört mir im Rathaus gar nichts“. Das Rathaus wurde 1968 gebaut. Walz würde dieses gerne barrierefrei ausstatten. Die Entscheidung liege allerdings beim Bürger.

Vom Leben und der Nachfrage nach einer Nahversorgung ging es dann um eine Radwegekonzeption. Hinsichtlich der Einkaufsmöglichkeiten zeigt der Bürgermeisterkandidat auf, dass die Gemeinde dahingehend nur als Vermittlerin wirken könne. Mit Blick auf die Radfahrer erklärt der 45-Jährige, dass es eine Priorisierung des Radwegenetzes des Alb-Donau-Kreises gibt. Walz sehe, ebenso wie die Bürger, großes Verbesserungspotenzial. Hartmut Walz wolle sich bestmöglich einsetzen und kümmern – auch was den dann angesprochenen öffentlichen Personennahverkehr angehe. Die Zuständigkeit liege zwar beim Landkreis, dennoch könne er Probleme – zum Beispiel die nicht abgestimmte Anbindung bei Buslinien in Richtung Ulm – an den Landkreis herantragen.

Im Rahmen der Bewerbervorstellung und Fragerunde kam auch Kritik auf. So stellt ein Bürger fest, dass Hartmut Walz viel darüber gesprochen habe, was sich gemeinsam mit den Westerheimern umsetzen lasse. „Doch wo steht die Gemeinde mit Ihnen in acht Jahren?“, fragt der Westerheimer. Die Antwort von Hartmut Walz kommt schnell: „Immer noch 815 Meter über Normalnull.“ Ein Lachen geht durch die Halle. Ein weiterer Bürger hat noch ein anderes Anliegen. „Vielen Dank für die 16 Jahre. Diese Wahl wäre doch ein super Instrument, um Ihnen den Rücken zu stärken“, meint der Westerheimer zu Hartmut Walz und appelliert gleichzeitig, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen. Die Antwort des 45-Jährigen: „Hier stehe ich. Hier bin ich. Sie entscheiden.“

Wer weitere Fragen an den Bürgermeisterkandidaten Hartmut Walz hat, kann diese am heutigen Samstag, 15. September, ab 15 Uhr im Rasthaus Schertelshöhle stellen. Dort wird es um „Gemeindepolitik zur Kaffee-Zeit“ gehen. Außerdem lädt Hartmut Walz am Montag, 17. September, ab 8 Uhr zum Bürgergespräch beim Krämermarkt ein.

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