Wenn die kleine Glocke der Egelseekapelle läutet

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Pfarrer Karl Enderle beim Gottesdienst.
Pfarrer Karl Enderle beim Gottesdienst. (Foto: Scholz)

Die kleine Glocke der Egelseekapelle wird mit der Hand geläutet. Aus allen Himmelsrichtungen strömen die Gottesdienst-Besucher herbei, die am Samstag anschließend gemeinsam das mittlerweile 16. Ägidiusfest auf Egelsee in Westerheim feiern. Wie in den vergangenen Jahren auch, so wird auch dieses Mal der Erlös an Pater Benno Baumeister gespendet, um seine Afrika-Arbeit in Burundi zu unterstützen.

Plätze reichen nicht aus

Die aufgereihten Bänke vor der Kapelle reichen gar nicht aus. Immer mehr Gottesdienstbesucher kommen. Manche nutzen den Anlass für einen Spaziergang, andere kommen per Auto. So manch ein Besucher hat seinen eigenen Klappstuhl oder auch ein Sitzkissen mitgebracht. Pfarrer Karl Enderle erzählt die Geschichte um den heiligen Ägidius, der wahrscheinlich am 1. September 720 im heutigen Saint-Gilles in Südfrankreich verstarb. Er ist einer der 14 Nothelfer. Der Legende nach nährte ihn durch Gottes Fügung eine Hirschkuh mit ihrer Milch. Während einer Jagd flüchtete diese Hirschkuh zu Ägidius, der sich schützend vor das Tier stellte und so versehentlich von einem Pfeil getroffen wurde. Enderle nutzte diese Erzählung, um Parallelen für das heutige Leben zu finden: Die Menschen ernähren sich von Produkten, die aus Milch der Kuh bestehen, ebenfalls ein Geschöpf Gottes. Jeder solle sich fragen, wie viel dem Mensch die Tiere wert sind. Wichtig sei, sich für die Artenvielfalt einzusetzen und diese für die nächsten Generationen zu erhalten.

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