Wasserleitung zu den Heuberg-Höfen wird erneuert

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 Die alte Wasserleitung zu den Heuberghöfen wird ersetzt.
Die alte Wasserleitung zu den Heuberghöfen wird ersetzt. (Foto: sz)

Ein schon länger geplantes Bauvorhaben in Westerheim wird im Herbst umgesetzt. Auf einer Länge von rund 1,8 Kilometer wird die Wasserleitung zum Heuberg neu verlegt. Der Grund: Die bisherige Wasserleitung aus dem Jahr 1955 ist in die Jahre gekommen und schadhaft geworden und muss erneuert werden. Die Baukosten sind mit rund 210 000 Euro ohne Baunebenkosten veranschlagt. In seiner jüngsten Sitzung fasste der Gemeinderat einen entsprechenden Baubeschluss.

Sicherstellung der Wasserversorgung

„Es geht um die Sicherstellung der Wasserversorgung. Das ist unsere Pflichtaufgabe“, erklärte Thomas Meffle zu der Baumaßnahme und teilte damit die allgemeine Ansicht im Gemeinderat. Es gehe um die Grundversorgung und um einen wichtigen Schritt in die Zukunft, sagte Meffle weiter und sah wie die anderen Ratskollegen die Notwendigkeit des Leitungsaustausches.

Zur Versorgung der Hofstellen und seiner rund 40 Bewohner hat die Albwasserversorgungsgruppe II, zu der die Gemeinde Westerheim gehört, den Hochbehälter Heuberghöfe mit 100 Kubikmeter Inhalt zwischen Feldstetten und Westerheim gebaut, in den Wasser von der Landeswasserversorgung (LW) fließt. Für die Bereitstellung mit ausreichendem Wassserdruck, auch für den Brandfall, wurde eine Durckerhöhungsanlage (DEA) mit eingebaut. Von hier aus verläuft eine gemeindeeigene Wasserdruckleitung in südwestlicher Richtung bis zu den Heuberg-Höfen: eine Graugussleitung DN 100 aus den 1950er Jahren.

Probleme mit der alten Leitung

In dieser Wasserleitung seien in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme aufgetreten, allein im Jahre 2015 mussten mehrere Rohrbrüche repariert werden, erklärte Bürgermeister Hartmut Walz. Um die Eisenkonzentration zu senken, werde die Leitung regelmäßig mit Wasser gespült. „Hier müssen wir handeln und Abhilfe schaffen“, erklärte Walz mit dem Hinweis, dass die Gemeinde die Kosten für Wasserleitung und Unterhalt zu tragen habe. Bei einem Neubau eines Ausiedlerhofs sei die Lage anders, hier müsse der Bauherr für die Kosten aufkommen. „Wir haben für eine gute Infrastruktur zu sorgen“, so Walz.

Fachingenieur informiert

Das Projekt mit Trassenverlauf stellte Ingenieur Ulrich Pühler vom Ingenieurbüro Wassermüller aus Ulm den Ratsmitgliedern und einigen Zuhörern vor: Aufgrund des zu erwartenden und felsigen Untergrunds sei eine Neuverlegung im Berich des bestehenden Leitungsgrabens in offener Bauweise zu empfehlen, riet Pühler. Die Leistung wird dann von der Abzweigung Egelsee bis zum Hof Heuberg erneuert. Losgelegt mit dem Einbau der neuen Wasserleitung werde im Herbst nach der Ernte. Zunächst würden die neuen Rohre wegen des Frostschutzes bei einer Tiefe von 1,5 Meter verlegt und dann die alten Graugussrohre herausgerissen. Eine parallele Schlauchleitung diene vorübergehend als Notleitung.

Baukosten bei 210 000 Euro

Die Kosten der Baumaßnahme seien gesichert, informierte Kämmerer Winfried Baumeister. Im Haushaltsplan 2018 seien Mittel über 50 000 Euro bereits eingesetzt, im neuen weitere 205 000 Euro. Ohne Baunebenkosten sei mit rund 210 000 Euro zu rechnen. Gemeinderat Ingo Hiller bat noch, für einen ausreichenden Wasserdruck sicherzustellen, schon wegen des Brandfalls. „Wir brauchen eine langfristige sichere Wasserversorgung“, betonte der Landwirt von den Heuberghöfen.

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