Umstrittene Wohncontainer für Flüchtlinge sind jetzt aufgestellt

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 Die Wohncontainer für elf geflüchtete Menschen an der Ecke Zimmerhaldenweg und Goethestraße in Westerheim stehen.
Die Wohncontainer für elf geflüchtete Menschen an der Ecke Zimmerhaldenweg und Goethestraße in Westerheim stehen. (Foto: Steidle)

Die Wohncontainer an der Ecke Zimmerhaldenweg und Goethestraße neben dem evangelischen Gemeindehaus stehen. Sie dienen in Kürze als Flüchtlingsunterkunft, weil die Gemeinde Westerheim für elf geflüchtete Menschen anderweitig trotz intensiver Suche keine Unterkunft finden konnte.

Eine fünfköpfige Familie sowie sechs Männer aus drei verschiedenen Ländern erhalten in den mobilen Raummodulen eine neue Bleibe. Wann sie die Container beziehen werden, sei noch offen, erklärte Hauptamtsleiterin Lydia Köpf. Das hänge vor allem davon ab, bis wann die Versorgungsträger ihre Arbeiten abgeschlossen haben.

Vorbereitende Arbeiten für das Aufstellen der mobilen Raummodule hatten Bauarbeiter und Mitarbeiter des Westerheimer Bauhofs schon im März ausgeführt: Erdarbeiten wurden ausgeführt, Fundamente gesetzt und Leerrohre verlegt.

 Ein Mitarbeiter des Westerheimer Bauhofs bereitet die Pflasterarbeiten im Hof der Container vor.
Ein Mitarbeiter des Westerheimer Bauhofs bereitet die Pflasterarbeiten im Hof der Container vor. (Foto: Steidle)

Am Montag hat die Firma Eberhardt Modulbau aus Blaubeuren-Asch die Wohncontainer angeliefert und aufgestellt. Die Anschlüsse für Wasser, Abwasser und Strom und weitere Leerohre wurden ausgeführt, damit die Versorgungsträger die Räume bezugsfähig machen können. Auch Pflasterarbeiten werden ausgeführt. 150 000 Euro stehen für den Aufbau und die Miete der Wohncontainer im Westerheimer Haushalt bereit.

Wie bereits mehrfach berichtet, wird die Gemeinde Westerheim elf geflüchtete Menschen in den Wohncontainern an der Ecke Goethestraße/Zimmerhaldenweg auf dem gemeindeeigenen Grundstück unterbringen, da für diese Menschen neue Wohnungen zu finden waren. Der Gemeinderat hatte am 23. Oktober mehrheitlich einen Beschluss gefasst, die Migranten in mobilen Raummodulen unterzubringen.

Der Standort war in der Bevölkerung umstritten, Widerstand gegen die Unterbringung in der Nähe von Albhalle, Haus für Kinder und Gemeindehaus machte sich breit, Handzettel wurden verteilt. Um die 80 Bürger hatten sich in einer Unterschriftenaktion gegen den Standort ausgesprochen. Für die Anschlussunterbringung von insgesamt 34 geflüchteten Menschen ist derzeit die Gemeinde Westerheim verpflichtet, wie in einer Gemeinderatssitzung im März berichtet wurde.

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