UBL für Sanierung der Leichenhalle und gegen generelles Tempo 30 im Ort

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 Die Sanierung und Renovierung der Aussegnungshalle im Westerheimer Friedhof wünschen sich die Kandidaten der Unabhängigen Bürge
Die Sanierung und Renovierung der Aussegnungshalle im Westerheimer Friedhof wünschen sich die Kandidaten der Unabhängigen Bürgerliste (UBL). Dies kam bei dem kommunalpolitischen Dämmerschoppen am Freitag im Rössle zum Ausdruck. Noch zahlreiche weitere Themen wurden angesprochen. Mit 14 Bewerbern stellt sich die UBL bei der Gemeinderatswahl am 26. Mai den Wählern. (Foto: Steidle)
Schwäbische Zeitung

Genau 16 Besucherinnen und Besucher sind zu einem kommunalpolitischen Dämmerschoppen und Gedankenaustausch mit den Kandidatinnen und Kandidaten der Unabhängigen Bürgerliste Westerheim (UBL) am Freitag ins Gasthaus Rössle gekommen.

Nach der Begrüßung durch die Kandidaten der UBL für die Gemeinderatswahl am Sonntag, 26. Mai, und einem kurzen Abriss der wichtigsten Entscheidungen und Ereignisse der vergangenen fünf Jahre im Gemeinderat gingen die Versammelten sehr schnell in einen regen und durchaus kontroversen Austausch zu verschiedenen Themen über.

Offen und ehrlich wurden die Meinungen und Erwartungen formuliert sowie Stellungnahmen gefordert und hinterfragt, wie es in einer Pressemitteilung der UBL heißt. Angeregte Diskussionen gab es etwa zum Thema Nahversorgung, vor allem bezüglich der geplanten Beauftragung der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung, eine Verbraucherbefragung abzuhalten. Inhalt der Befragung sollte eine zielgerichtete und auf die Bürgerinnen und Bürger von Westerheim angepasste Bedarfsermittlung sein, informierten die amtierenden Gemeinderäte.

Umfrage zu Lebensmittelmarkt

Einheitliche Meinung war hierbei, dass der Bedarf eindeutig vorhanden ist und Möglichkeiten der Versorgung im Ort in umfassender Weise zu gewährleisten sind. Die Gemeinderäte der UBL stellten in diesem Zusammenhang klar, dass die geplante Verbraucherbefragung genau dazu dient, die Bedürfnisse und Erfordernisse in Westerheim zu ermitteln, um darauf basierend sinnvolle und nachhaltige Lösungen in Sachen Lebensmittelmarkt für die Zukunft zu finden. Die Einbeziehung der Bürger sowie der Händler und Dienstleister im Ort seien dafür wichtig und unerlässlich, betonten die Räte bei der Versammlung. Die Gewährung einer umfassenden Nahversorgung und Erhalt der Kaufkraft im Ort sei eines der zentralen Interessen der Kandidaten der UBL, war bei dem Dämmerschoppen zu hören.

Attraktivität im Ort steigern

Unmittelbar damit zusammenhängend gehe es darum, die Attraktivität Westerheims zu steigern. Nur in einem Ort, in dem Nahversorgung, Arbeitsplatz und Freizeitgestaltung gesichert sind, lassen sich Menschen oder Firmen nieder und gewährleisten damit die Zukunft unsere Gemeinde, so die einhellige Meinung der UBL-Liste. Dass die Vereine hierfür eine sehr gute und wichtige Arbeit leisten, sei unbestritten und müsse mit individueller Vereinsförderung unterstützt werden, waren sich die Versammelten laut Pressemitteilung einig.

Ein weiteres kontrovers diskutiertes Thema bildeten die Vorstellungen zur Gestaltung der Leichenhalle. Dass der vorhandene Zustand dringend geändert werden müsse, stand für die Versammelten außer Frage. Nach Meinung der UBL-Kandidaten sollte die Aussegnungshalle so gestaltet werden, dass Beerdigungen zukünftig ausschließlich auf dem Friedhof abgehalten werden können, was mit den Verantwortlichen der Kirchengemeinden noch zu prüfen und besprechen sei.

Die Zukunft der Schule ist ebenfalls ein großes Anliegen der UBL. Hier müsse ein vernünftiges und ein an den künftigen Bedürfnissen und Erfordernissen orientiertes Konzept entwickelt werden. Eine größtmögliche Auswahl von unterschiedlichen Schulabschlüssen, aber auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollte gewährleistet sein. Ideen haben die UBL-Bewerber für den Gemeinderat bereits diskutiert. Vorschläge wollen sie in der nächsten Amtsperiode einbringen.

Neue Kriterien bei Platzvergabe

Auch das Bauplatzangebot und Bauplatzvergabeverfahren bilden für die UBL wichtige Themen. Das momentan vorhandene Bauplatzvergabeverfahren entspreche nicht den Vorstellungen und Wünschen der Kandidaten und müsse dringend angepasst werden, so die Forderung der UBL-Kandidaten. Zu berücksichtigen sei insbesondere die Nachfrage der einheimischen Bürger. Hierbei seien ebenso die Schließung von Baulücken, die Innenbereichsbebauung, die Zukunft und das Schicksal des Rathauses zu sehen.

Nicht unerwartet wurde die Stimmung am Westerheimer Ratstisch von den Gästen angesprochen. Dass diese der Gemeinderatsarbeit und der Wahrnehmung nach außen nicht dienlich sei, war einhelliger Tenor und sei von den amtierenden Gemeinderäten auch nicht bestritten, wie der Pressemitteilung zu entnehmen ist. Das müsse sich ändern und sollte durch ein uneingeschränktes Miteinander auf sachlicher konstruktiver und guter Basis auch geschehen, so die Forderung der Versammelten.

Tempo 30, ein Thema

Tempo 30, ein Thema, das die Gemüter berechtigterweise bewege, kam auch zur Sprache. Die UBL gab und gibt hierbei ihr eindeutiges Bekenntnis ab: Sie halte an dem Ergebnis der Bürgerbefragung und damit an dem verbundenen Auftrag fest, Tempo 30 flächendeckend abzulehnen soweit dies rechtlich möglich ist. Nach dem allgemeinen Austausch und den sich anschließenden bilateralen Gesprächen zwischen den Kandidaten der UBL und den Gästen endete durch lebhafte Diskussionen ein interessanter Abend.

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