SVW will Rang Relegationsplatz

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Peter Napholz (rechts) mit Sasa Dojcinovic (links) der nun mit Ivica Maric und Andreas Troll als Interimstrio auf der Trainerban
Peter Napholz (rechts) mit Sasa Dojcinovic (links) der nun mit Ivica Maric und Andreas Troll als Interimstrio auf der Trainerbank agiert. (Foto: Steidle)
Fabian Dörflinger

Wie die „Schwäbische Zeitung“ bereits berichtet hat, hat sich der Fußball-Kreisliga-A-Ligist SV Westerheim in der vergangenen Woche vom bisherigen Trainer Peter Napholz getrennt. Nicht nur der etwas unübliche Zeitpunkt der Trennung, sondern auch die Begründung sorgen bei Napholz für „saures Aufstoßen“. Nichts desto trotz will der SVW mit einem neuen Trainertrio erfolgreich in der Rückrunde auftreten.

Wie es sich in der Fußballszene herumgesprochen hat, gehen der SV Westerheim und Ex-Trainer Peter Napholz seit der vergangenen Woche getrennte Wege. Nach der ersten Presseerklärung des SVW meldete sich Napholz jedoch bei der „Schwäbischen Zeitung“. „Die öffentliche Begründung hat mich schon etwas verwundert, da mir andere Dinge gesagt worden sind“, erklärt Napholz. Die Gründe sollen laut SVW zunächst das Verfehlen des sportlichen Zieles gewesen sein. „Das war aber im November genau schon so“, sagt Napholz. „Und immerhin habe ich in der Vorbereitung schon drei Einheiten gemacht. Da kam das Trennungsgespräch erst einmal sehr überraschend“, erklärt Napholz. „Mir wurde gesagt, dass einfach einige Spieler mit ihrer Situation nicht zufrieden waren und mit mir nicht weitergemacht hätten. Dabei mussten wir in der Vorbereitung insgesamt 33 Spieler durch viele Ausfälle einsetzen. Da fand ich das bisherige Abschneiden zudem nicht ganz falsch.“

Dreckige Wäsche will Napholz aber dennoch nicht waschen. „Ich hatte meine beste Zeit als Spieler beim SVW und habe auch den Trainerjob gerne gemacht. Dennoch war es mir wichtig, dass das zur Sprache kommt.“ Auf Nachfrage bei den Verantwortlichen beim SV Westerheim sei auch gleich eine Erklärung gekommen. „Für uns war es kein dramatischer Abgang. Wir waren froh, dass Peter die Mannschaft als Feuerwehrmann übernommen hat. Aber der Erfolg hat sich einfach nicht eingestellt“, sagt SVW-Abteilungsleiter Jochen Doll.

„Und zudem war es dann so, dass die Mannschaft im Gesamtpaket nicht mehr so funktioniert hat. Deshalb sind eben einige Spieler auf die Abteilungsleitung zugekommen“, bestätigt Doll in Teilen die Aussage von Napholz: „Aber im Endeffekt mussten wir dann handeln, was bisher auch die richtige Entscheidung war. Klar hat man andere Ansichtspunkt und das ist ja auch in Ordnung.“ Durchschnittlich zehn Mann mehr seien nach der Trennung im Training des SVW, ganze 29 waren bei einem Testspiel in Neckartailfingen dabei. „Deshalb hoffen wir, dass es nun so weitergeht.“ Mit Andreas Troll, Sasa Dojcinovic und Ivica Maric habe der SVW vorerst eine gute Interimslösung gefunden. „Zusammen sind sie ein sehr gutes Team und das brauchen wir für die Rückrunde auch“, sagt Doll.

Denn mit Niklas Naujoks (SC Geislingen) und Torhüter Matej Perkovic (Serbija Ulm) haben den SVW zwei wichtige Spieler in der Winterpause verlassen. Allen voran Perkovics Abgang ist wohl sehr ärgerlich. „Wir haben viel in ihn investiert, als er aus Bosnien nach Westerheim gekommen ist. Wohnung, Ausstattung einfach alles. Da ist es schon sehr ärgerlich“, sagt Doll.

Dennoch liegt die Priorität auf dem Relegationsplatz, auf den der SV Westerheim noch sieben Punkte Rückstand hat. „Das ist noch greifbar, was wir selbst am eigenen Leib erfahren haben, als wir einmal zur Winterpause 13 Punkte Rückstand hatten. Und dafür muss das Team jetzt hart arbeiten.“

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