Party: Greencore-Festival lockt nach Westerheim

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Party: Greencore-Festival lockt nach Westerheim
Schwäbische Zeitung
Florian Surek

„Rock, Reggae, Ska, Hiphop, Funk, Jazz – wir haben für jeden etwas dabei“, berichtet Marisa Maddaluno von der Firma „Greencore Records & Events“, die das Festival am Wochenende, 24. bis 26. Juni, in Westerheim veranstaltet. Insbesondere die Ende der 1950er Jahre auf Jamaika aus dem „Rhythm and Blues“ entstandene Tanzmusik „Ska“ wird gleich von drei Bands in aufgefrischtem Gewand dargeboten: „Ska ist einfach eine Musik, die jedem gefällt und zu der man gut tanzen kann“, erklärt Maddaluno das Engagement.

So treten „Moskovskaya“ aus Ravensburg am Freitag und „Skaos“ aus Kulmbach bei Günzburg am Samstag jeweils als Hauptband auf. Letztere sind bereits seit über zwei Jahrzehnten aktiv und bildeten Ende der 1980er Jahre mit Bands wie den auch heute noch aktiven „The Busters“ die Speerspitze des deutschen Skas, der damals weltweit begeisterte Anhänger fand. So kam es auch dazu, dass die Band mittlerweile sogar eine eigene Tournee in Japan absolvierte.

International bekannte Bands

Auch „Moskovskaya“ ist längst außerhalb der Grenzen Deutschlands bekannt, so tourten die aus Oberschwaben stammenden Musiker unter anderem schon erfolgreich in Russland. Dazu gesellen sich „The Mellers“ aus Friedrichshafen, die mit ihrem Ska auch schon seit mehr als einem Jahrzehnt auf Festivals in Süddeutschland zu begeistern wissen.

Für noch mehr jamaikanische Sommergefühle sorgen diverse Reggae-Künstler: „RasDashan“ aus Ingolstadt spielten unter anderem schon auf dem renommierten „Montreux Jazz Festival“ und „Mellow Mark“, der hier gemeinsam mit seinem Kollegen „Pyro“ auftritt, konnte bereits den begehrten deutschen Musikpreis „Echo“ einheimsen. Weitere Acts des Genres sind „Wally Warning“, „Headcornerstone“, „Bavarian Tiga“ sowie „IOnDT and Friends“.

Für ordentlichen Rock zuständig sind „Huxley“, „Apetown“, „Stur.r“ und „City Kids Feel The Beat“. Die weiteren Bands bringen unter anderem Hip-Hop-Beats, Funkiges oder Balkanbeats auf die Bühne. Ergänzt wird die Fete durch DJs, die bis spät in die Nacht weiter Musik auflegen.

„Wir wollen uns damit auch ein Stück weit präsentieren“, erklärt Marisa Maddaluno. Die noch junge Firma „Greencore Records & Events“ stellt die komplette Technik selbst und tritt als alleiniger Veranstalter auf. Somit ist sie auch alleine für die Finanzierung zuständig. „Das Geld wollen wir in erster Linie durch die Besucher, sprich den Eintritt und den Verkauf von Essen und Getränken wieder reinholen. Wir rechnen damit, dass 500 bis 1000 Leute kommen.“

Einfach war die Organisation des Festivals nicht: So mussten von allen Anliegern rund um das Gelände in der Nähe der Schertelshöhle Unterschriften eingesammelt werden, diverse Auflagen galt es zu beachten. Auch sorgte beispielsweise der Verkauf von „Hanf-Burgern“ für ein Missverständnis: Die Nutzpflanze steht unter einem schlechten Ruf, da bestimmte Sorten für die Herstellung von Rauschmitteln wie Marihuana verwendet werden. Bei den auf dem Festival verkauften Erzeugnissen handelt es sich aber um reine Nahrungsmittel, wie Maddaluno betont: „Das ist lediglich etwas Nahrhaftes, mit dem sich unsere Besucher stärken können, keine Droge.“

Doch natürlich gibt es noch mehr kulinarische Höhepunkte: Ein Crêpe-Stand sowie ein Eiswagen sorgen für süße Abwechslung, und wer sich auf dem extra eingerichteten Camping-Areal neben dem Festivalgelände niederlässt, kommt auch in den Genuss eines Frühstücks mit frischen Brezeln und weiteren Leckereien, um sich für den anstehenden Festival-Tag zu stärken.

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