Party: Gäste feiern friedlich bei Greencore

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Früher feierte Niko de Gregorio selbst vor der Bühne Bands wie "MoskovSKAya" ab. Heute spielt er mit seiner Band "The Mellers" g
Früher feierte Niko de Gregorio selbst vor der Bühne Bands wie "MoskovSKAya" ab. Heute spielt er mit seiner Band "The Mellers" g (Foto: fsu)

Durchwachsene Witterung vor allem am Freitag und Samstag sorgte dafür, dass deutlich weniger Zuschauer als erwartet auf das „Greencore-Festival“ in Westerheim kamen. Bei Bands wie „Moskovskaya“, „Headcornerstone“, „Skaos“ oder „Mellow & Pyro“ tanzten dennoch jeweils etwa 200 Leute ausgelassen vor der Bühne.

Schon die zweite Band am Freitagabend, „The Mellers“, zeigte den Zuschauern das beste Rezept gegen die kühlen Temperaturen: Mit guter Laune und fröhlicher Ska-Musik sorgten sie schnell dafür, dass die Menschen vor der Bühne zu tanzen begannen. Bandleader Niko lud das Publikum zu immer neuen Mitmach-Aktionen ein, und die auf und ab hüpfende Bläserfraktion feuerte die Tanzenden zusätzlich an. Als sie am Ende ihres Auftrittes den Ska-Klassiker „Rudy, a message to you“ dazu nutzten, Zitate aus den Bereichen Schlager und 80er-Jahre-Pop bis hin zu heutigen Rocksongs einzustreuen, kochte im Publikum die Stimmung hoch.

Die anschließend spielende Reggae-Band „Headcornerstone“ wirkte dagegen fast wie ein Kontrast. Mit eingängigen Rhythmen und einer männlich-weiblichen Gesangsspitze gelang es aber auch ihnen, das Publikum mitzureißen und zum Tanzen zu animieren. Mit der seit mehr als zwei Jahrzehnten aktiven Ska-Band „Moskovskaya“ fand dann der erste Festivaltag seinen krönenden Abschluss. Die schweißtreibende Show, bei der die Musiker nur so über die Bühne wirbelten, wurde frenetisch gefeiert. Bei Hits wie „No one will get out here alive“ oder „Königin der Nacht“ gab es kein Stillstehen mehr und die Band wurde mit „Moskovskaya“- und „Zugabe“-Rufen mehrmals auf die Bühne zurück gebeten.

Am Samstag blieb das Wetter wechselhaft. Als erster Künstler sorgte „Wally Warning“ mit seiner Tochter Amy für warme Reggae-Klänge, die im afrikanischen Gewand daher kamen. Sehr umjubelt wurde der Auftritt von „Mellow Mark“ und „Pyro Merz“. Die beiden Reggae-Künstler, sonst als Solisten unterwegs, absolvieren seit zwei Jahren auch gemeinsame Konzerte. Songs wie „Berlincito“ oder auch Mellow Marks „Was geht ab mit der Liebe?“ wurden vom Publikum gefeiert und mitgesungen. Die „Ziehgäuner“ aus dem Bayerischen Wald sorgten dann für einen weiteren Kontrastpunkt: Mit in Mundart vorgetragenen Texten und einem bunten Stilmix aus Reggae, Ska, Folkloristischem und Balkan-Anleihen sorgten sie für ausgelassene Laune.

Die deutsche Ska-Rock-Legende „Skaos“ sorgte danach für den würdigen Abschluss des Tages: Sänger und Posaunist „Wolley“ tanzte von Anfang an ausgelassen auf den Lautsprecherboxen vor der Bühne und stachelte das Publikum an.

Am Sonntag sorgten dann unter anderem noch die „Brass Maniacs“ aus Ulm mit Funk für weiteres Tanzvergnügen, bevor mit der Rockband „Stur.r“ das Festival sein Ende fand.

Auch wenn durch das Wetter nicht ganz so viele Zuschauer ihren Weg auf das Festival fanden wie erwartet, zeigten sich die Organisatoren zunächst einmal zufrieden, dass es ihnen gelang, das Festival ohne größere Pannen über die Bühne zu bringen. „Wir sind ja eigentlich doch noch Amateure“, meinte Joshua Nickel im Hinblick darauf, dass seine Firma „Greencore Records & Events“ nicht nur als Organisator auftrat, sondern auch die komplette Technik verantwortete.

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