Land investiert 45000 Euro in Westerheimer Schertelshöhle

Lesedauer: 4 Min
Insgesamt sollen 15 Informationszentren im Biosphärengebiet verteilt die Bürger und Touristen über die Einzigartigkeit der Regi (Foto: Viva Idea Pesch)
Schwäbische Zeitung
Ilja Siegemund
Redakteur

Das im Jahr 2009 von der Unesco ausgezeichnete Biosphärengebiet Schwäbische Alb umfasst über 85 000 Hektar und besticht durch seinen einzigartigen Lebensraum für Menschen und Tiere. Mehrere Informationszentren sorgen dafür, dass vor allem Touristen diese vielen Schätze entdecken können. Ab Samstag, 18. Mai, ist auch die Westerheimer Schertelshöhle ein solches Infozentrum.

Bei der Schertelshöhle können sich die Besucher speziell über die Höhlen und das Karstgestein der Schwäbischen Alb informieren. Das bietet keines der schon bestehenden und geplanten Infozentren im gesamten Biosphärengebiet. „Wir wollen überall eine besondere Ausstellung zeigen“, erklärt Tobias Brammer vom Biosphärenzentrum in Münsingen, der für alle Informationszentren zuständig ist.

Land investiert 45000 Euro

Gekostet hat das Infozentrum in Westerheim 45000 Euro. Das Geld wurde von der Baden-Württemberg-Stiftung zur Verfügung gestellt. Damit konnten mehrere Informationstafeln aufgestellt werden. Außerdem können Höhlenbesucher bei Experimenten erleben, wie eine Höhle entsteht. Und sie können Funde aus der Schertelshöhle, wie eine Speerspitze und eine Nadel aus Knochen, bewundern. „Die Besucher sollen sehen, wie die Menschen die Höhlen früher genutzt haben“, erklärt Tobias Brammer.

„Die Struktur in der Schertelshöhle ist ideal“, lobt Tobias Brammer. Die Mitglieder des dortigen Höhlenvereins, die sich als „Höhlenbären“ bezeichnen, würden über das notwendige Wissen verfügen. Außerdem sei vor Ort eine Gastronomie vorhanden. Dies sei vor allem für Touristen wichtig. Das restliche Knowhow zum Biosphärengebiet hatten sich die „Höhlenbären“ bei diversen Schulungen angeeignet.

Regierungspräsident und Landrat wollen zur Eröffnung kommen

Tobias Brammer kann die Eröffnung des Infozentrums Schertelshöhle jedenfalls kaum abwarten, zumal sich auch Landrat Heinz Seiffert und der Leiter des Regierungspräsidiums Tübingen, Hermann Strampfer, angekündigt haben. „Ich bin ganz gespannt darauf“, sagt er.

Von Hängen des Albtraufs bis zur Donau

29 Städte und Gemeinden aus zwei Regierungsbezirken und den drei Landkreisen Alb-Donau, Reutlingen und Esslingen beteiligen sich am von der Unesco im Jahr 2009 ausgewiesenen Biosphärengebiet.

Das Areal ist 85268,73 Hektar groß und erstreckt sich vom Albvorland über den steil aufsteigenden Albtrauf, die Albhochfläche bis an die Donau im Süden. Die Hang- und Schluchtwälder am Albtrauf sind ein markantes naturräumliches Alleinstellungsmerkmal des Biosphärengebiets. Aber auch die landschaftsprägenden Streuobstwiesen im Albvorland und die abwechslungsreiche traditionelle Kulturlandschaft auf der Schwäbischen Alb mit ihren Wachholderheiden, Magerrasen, Wiesen, Weiden, Ackerflächen und Wäldern kennzeichnen das Gebiet.

Wichtiger Bestandteil ist der ehemalige Truppenübungsplatz Münsingen, der zentral im Biosphärengebiet liegt.

Mehr zur Eröffnung der Schertelshöhle als Informationszentrum lesen Sie am Samstag, 18. Mai, in der Schwäbischen Zeitung.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen