Kinder begeistern mit Musical-Premiere zu Paulus

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55 Kinder aus Merklingen und der Region haben in ihren grünen T-Shirts das Adonia-Musical „Paulus“ am Sonntag in der Westerheimer St. Stephanuskirche erstmals aufgeführt, und das mit einer großen Leidenschaft und viel Engagement. Unter der Leitung von Saskia Grimm und Rainer Mändle trugen die Jungen und Mädchen die berühmte Geschichte von Paulus vorn Tarsus vor, der in Damaskus auf wunderbare Weise eine innere Wandlung erfährt und zum begeisterten Christ wird und sich der Schar der Apostel anschließt.

In dem Musical setzt der strenggläubige Pharisäer Paulus seine ganze Kraft gegen die neue „Irrlehre der Jesus-Sekte“ ein. Im Auftrag des Hohen Rats reist er nach Damaskus, wo er alle Christen aufspüren und gefangen nehmen will. Doch dort geschieht ein Wunder und aus dem Saulus wird der Apostel Paulus, der zusammen mit Petrus und vielen weiteren Jüngern die Lehre Christi und dessen Auferstehung in die Welt hinausträgt. Unterwegs vor Damaskus soll 33 n. Chr. Paulus von einem hellen Licht geblendet worden sein und Jesus selbst hat dem Evangelium gemäß zu ihm gesprochen.

Bernhard Schweizer, Vorsitzender des Fördervereins St. Stephanus und derzeit Hausherr der historischen Kirche Westereims, freute sich, dass trotz des sonnigen und herrlichen Frühlingswetters viele Besucher den Weg in die Kirche zu der Aufführung des Musicals gefunden haben. Er stellte zu Beginn des Musicals den Zuschauern die beiden Macher der Darbietung vor, Saskia Grimm und Rainer Mändle, die das Stück in der Osterwoche mit den rund 55 Kindern einstudiert hatten. Es war das zwölfte Kindermusical, das in diesem Jahr die evangelische Kirchengemeinde Merklingen aufführte, eine „schöne Erfolgsgeschichte über Jahre“, wie Schweizer meinte. Er sprach von einer „verzögerten Osterbescherung“, auf die sich die Gäste freuen durften.

Mit großer Freude gespielt

Die Vorbereitungen und die intensiven Proben während der Osterwoche haben sich gelohnt. Mit Erfolg führten die Jungen und Mädchen ihr Musical auf. Und sie ernteten zu Recht viel Beifall für großartigen Einsatz in St. Stephanus. Die Freude und Begeisterung war in den Kindergesichtern spürbar zu sehen. Anhand von Musik, Schauspiel und vielen Liedern erzählten die Kinder die Geschichte des Paulus, des Mannes, der als Saulus zunächst die Christen verfolgte. Große wie kleine Musicalbesucher wurden Zeugen wichtiger Stationen auf dem Weg der Bekehrung des Paulus, für den eine Lichterscheinung Jesu und das bekannte „Saul, warum verfolgst du mich?“ zum Schlüsselerlebnis wurden.

Fasziniert verfolgen die großen und kleinen Besucher den Weg des Paulus in 16 Szenen. Da war zunächst der jüdische Rat zu erleben, der dachte, mit dem Kreuzestod Jesu auf Golgatha sei es aus mit den Christen und ihrer Lehre. „Schluss jetzt“ hieß dann auch das erste Lied der lautstark singenden Kinder. Zu verfolgen war ferner die Steinigung des Märtyrers Stephanus, dann die Verfolgung der Christen, die Vision von Hananias, die Taufe von Paulus, die erste Predigt des Bekehrten in der Synagoge von Damaskus, auch die bekannte Flucht des Paulus in einem Korb über die Stadtmauer, die Angst des Paulus und sein Weg hinaus in die Welt als überzeugter Christ.

Das Fazit des interessanten und sehr gut dargebotenen Musicals: Gott schenkt Paulus seine Liebe. Dessen ehemaligen Verbündeten sind nun seine Verfolger und die Christen in Jerusalem trauen ihm nicht über den Weg. So bedarf er wie alle Christen Gottes Zuspruch: „Hab keine Angst! Fürchte dich nicht“, sangen auch die etwa 55 jungen Mitwirkenden. Stürmischer Applaus brandete am Ende auf, als die Kinder sich verabschiedeten und zu weiteren Aufführungen einluden.

Anteil am tollen Erfolg der Darbietung in St. Stephanus hatte auch die eigens gegründete Band, die die Kinder begleitete: Es musizierten Kevin Schmidt an der Gitarre, Laura Ruhland an der Gitarre und dem Schlagzeug, Manuel Braun am Schlagzeug, Robin Enderle mit dem Piano, Pia Dreher an der Querflöte, Nadja Hagmeyer mit der Violine und Jannika Salzmann am Bass.

55 Kinder begeistern

Das Musical „Paulus“ faszinierte das zahlreiche Publikum in St. Stephanus. Seite 19

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