Diskussion ums Spuren im Westerheimer Gemeinderat

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 37 Kilometer Langlaufspaß in drei Loipen bietet die Gemeinde Westerheim. Die Loipen waren Thema im Gemeinderat.
37 Kilometer Langlaufspaß in drei Loipen bietet die Gemeinde Westerheim. Die Loipen waren Thema im Gemeinderat. (Foto: SZ)

„Die Loipen in Westerheim sollen schlecht gespurt sein.“ Das wollte ein Westerheimer Bürger von mehreren Seiten gehört haben und brachte diese Meinung bei der Einwohnerfragerunde bei der jüngsten Sitzung des Westerheimer Gemeinderats ein. Das stehe im Widerspruch zur intensiven Werbung auf der Touristikmesse CMT in Stuttgart, als Westerheim mit seinem Loipennetz Wintersportler auf die Alb locken wollte, so der Bürger.

Grundsätzlich könnten Loipen nie zu 100 Prozent perfekt sein, schon aus den unterschiedlichsten Witterungsgründen wie Schneefall, Schneeregen, Glätte und Schneeverwehungen, stellte Bürgermeister Hartmut Walz zu Beginn der Diskussion über das Westerheimer Loipennetz klar. Tadel über weniger gut gespurte Loipen gebe es immer wieder, aber dafür auch sehr viel Lob und Anerkennung, unterstrich Walz.

Auch sehr viel Lob für die Loipen

Der Schultes verwies auf viele Mitteilungen von Gästen in den sozialen Medien, die das Loipennetz in den höchsten Tönen preisen. „Vielen herzlichen Dank für die perfekt gespurte Loipe“, posteten etwa Sonja und Nina Benz und waren begeistert von einem herrlichen Wintertag rund um Westerheim.

„Loipen sind halt mal so und mal so“, meinte Walz und stellte klar, dass da das Wetter kräftig mitspiele. Entscheidend sei ferner die Schneemenge und der Untergrund, ob die Loipen entlang von Feldwegen, Wiesen oder Äckern führen. Auf mögliche Flurschäden sei dabei zu achten. „Gut bis befriedigend“ sei man auf jeden Fall auf den Langlaufski unterwegs, meist jedoch besser.

37 Kilometer Langlaufspaß

Der Bürgermeister verwies auf 37 Kilometer Langlaufspaß um Westerheim zum Nulltarif für die Benutzer: Da gibt es die Albbad-Loipe mit zehn Kilometer, die Schertelshöhle-Loipe mit 13 und die Halde-Loipe mit 14 Kilometer mit Anschlussmöglichkeiten von der Albbad-Loipe aus zu den Loipen von Laichingen und Römerstein. Die Gemeinde spure die Albbad- und Schertelshöhle-Loipe, während Franz Bek, Betreiber des Skilifts Halde, für die Halden-Loipe im Norden der Gemeinde Westerheim zuständig sei und wofür die Gemeinde auch sehr dankbar sei.

350 Euro koste es, einmal die Loipen zu spuren, legte Walz dar. Klar sei, dass mit einem bessern Pistenbully sowie bei mehr Personal und Geld die Loipen häufiger gespurt werden könnten. Der Schultes räumte ein, dass der Pistenbully in die Jahre gekommen sei, eine baldige Ersatzbeschaffung zu überdenken ist. Tatsache sei, dass der Streckenverlauf wegen der Gefahr von Schneebruch und möglichen abbrechenden Ästen in diesem Jahr nicht durch den Wald, sondern daran vorbei führe. Da gehe die Sicherheit vor. So könnte ein Teilstück der Loipen fehlen.

Skatingstrecke sehr gut

Sehr gut sei auf jeden Fall die Skatingbahn, betonte Walz. Da habe er sehr viel Lob und positive Resonanz in den vergangenen Tagen erhalten. Abschließend meinte er: „Lassen wir es, wie es ist. Freuen wir uns über den Schnee und das mögliche Wintervergnügen“. Stets offen sei die Gemeindeverwaltung für Verbesserungsvorschläge und Anregungen.

Übrigens: Am Donnerstag wurden die Albbad-Loipe einmal mehr gespurt und an diesem Freitag ist die Schertelshöhlen-Loipe wieder dran, die am Rasthaus des Höhlenvereins vorbeiführt.

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