Denkmalstiftung zeigt sich spendenfreudig und fördert die St. Stephanuskirche von Westerheim

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Mitglieder des Fördervereins und der katholischen Kirchengemende sowie Bürgermeister Hartmut Walz und Geschäftsführer Hermann Vo (Foto: Hansjörg Steidle)

Ein großes Ziel hat sich der Förderverein St. Stephanus aus Westerheim gesetzt: Die 1787/88 erbaute Pfarrkirche soll bis zum Stephanustag 2014 (26. Dezember) vollständig renoviert sein und in neuem Glanz strahlen. Dieser Wunsch kann in Erfüllung gehen, zumal finanziell wichtige Weichen auf dieses Ziel hin gestellt werden konnten. Denn die Denkmalstiftung wie das Denkmalamt von Baden-Württemberg bezuschussen die Sanierung und Renovierung mit rund 123 600 Euro.

Zu der mit 289 000 Euro veranschlagten Sanierung der inneren Raumschale samt Deckengemälde steuert das Landesdenkmalamt 98 600 Euro bei, die Denkmalstiftung 25 000 Euro. Seitens der bürgerlichen Gemeinde fließen 30 000 Euro, den Restbetrag von etwa 139 000 Euro hat der Förderverein infolge des Überlassungsvertrags vom 13. November 2012 als neuer Besitzer der historischen Kirche aufzubringen. Und dabei befindet sich der 150 Mitglieder zählende Verein auf Erfolgskurs angesichts der von der Bevölkerung und von Firmen gespendeten 30 000 Euro für die Deckengemälde.

Von einer „weiteren historischen Stunde“ in der nun 22-jährigen Geschichte des Fördervereins sprach der Vereinsvorsitzende Bernhard Schweizer, als er Geschäftsführer Hermann Vogler von der Denkmalstiftung im Westerheimer Rathaus begrüßen durfte und allen Mitstreitern, Helfern und Spendern seinen ausdrücklichen Dank bekundete. Sein Dank galt auch der katholischen Kirchengemeinde und der Diözese, die in den ersten Bauabschnitten bislang rund 1,8 Millionen Euro in die Sanierung der Kirche gesteckt habe.

„Vor den Leistungen des Fördervereins ziehe ich meinen Hut“, sagte Hermann Vogler als neuer Geschäftsführer der Denkmalstiftung. Mit den 25 000 Euro wolle diese nicht nur zum Erhalt und zur Renovierung des Wahrzeichens von Westerheim beitragen, sondern auch das Engagement des Vereins würdigen, der in Sachen Kulturerhalt viel geleistet habe. Der frühere Oberbürgermeister der Stadt Ravensburg bezeichnete das Wirken des Fördervereins als „großartige Kulturtat“ und die St. Stephanuskirche als „kulturellen Schatz“ und als „Kulturerlebnis“. Er erinnerte daran, dass die Denkmalstiftung bereits einen Zuschuss von 15 000 Euro beisteuerte, als im früheren Bauabschnitt 41 Heiligenfiguren konserviert wurden.

Dank bekundete dem Gast auch Bürgermeister Hartmut Walz, der von einem „schönen und freudigen Ereignis im Rathaus“ sprach. Der Schultes wünschte sich mittelfristig die Neugestaltung der Außenanlagen um St. Stephanus und des Rathauses im Zuge der Ortskernsanierung, um das Dorfzentrum noch zu verschönern. Mit dem Förderverein freue sich auch die katholische Kirchengemeinde über die Zuschüsse, betonten Manfred Rehm und Michael Rehm. Die Renovierung sei ganz im Interesse der Kirchengemeinde.

Die Vereinsvorsitzenden Bernhard Schweizer, Dietmar Baumeister und Anne Rieck sowie Geschäftsführer Hermann Vogler unterzeichneten den Zuwendungsvertrag über die 25 000 Euro seitens der Denkmalstiftung, ehe Franz-Josef Sailer als neuer Leiter des neuen Bauausschusses über den bisherigen Verlauf der Deckensanierung informierte.

Er nannte dann zwei Ziele: Zum Weihnachtsmarkt 2013 soll die Kirche wieder gerüstfrei sein und die Bevölkerung einen Blick auf die renovierten Deckengemälde werfen können. Am Stephanustag 2014 soll dann mit einem Festgottesdienst der Abschluss der Renovierung gefeiert werden. Im nächsten Jahr gelte es, Altar, Kanzel und Chorgestühl auf Vordermann zu bringen und die restlichen zwei Figuren (Gott Vater und Gott Sohn) zu restaurieren. Wohl noch warten müsse die Sanierung der Kirchenorgel mit ihren 400 Pfeifen und veranschlagten Kosten von 80 000 Euro, die als „Juwel unter den Kirchenorgeln“ gelte.

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