Albbad nicht ganz dicht

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Ingenieur Klaus Schönleber zeigt den Gemeinderäten den Lüftungskanal im Untergeschoss des Albbads und kann Entwarnung geben.
Ingenieur Klaus Schönleber zeigt den Gemeinderäten den Lüftungskanal im Untergeschoss des Albbads und kann Entwarnung geben. (Foto: Steidle)

Lüftungs- und Filtertechnik habe man Griff und die Heizung sei auf neuem technischen Stand. Die erklärte Betriebsleiter Jürgen Buchfink zu Beginn einer Besichtigungstour des Westerheimer Gemeinderats am Dienstagabend durch das Untergeschoss im Albbad, wo sich die umfangreiche Technik befindet. Doch einige Wassertropfen würden ihm Sorgen bereiten, die gelegentlich durch die Decke dringen. Das schauten sich die Räte genauer an und freuten sich über eine zumindest vorläufige Entwarnung, die Fachingenieur Klaus Schönleber von der Fritz-Planung GmbH in Bad Urach geben konnte.

Das Wasser dringe nur zeitweise an drei Stellen nach unten, vor allem wenn reger Schwimmbetrieb herrsche, erläuterte Albbad-Betriebsleiter Jürgen Buchfink. An einer Stelle habe er etwas Bauchweh, da die gelegentlichen Wassertropfen ausgerechnet in den Lüftungskanal und deren Isolierung gelangen. Ingenieur Schönleber sah keinen akuten Handlungsbedarf und warnte gar vor einer Öffnung der Fliesen im Beckenbereich. „Da machen wir mehr kaputt als gut“, sagte er und warnte vor dem Risiko. Klar sei, dass eine kleine Undichtigkeiten im Beckenumgang vorhanden sei. Da liege im Beton wohl ein Haarriss vor oder ein Abflussrohr sei nicht ganz dicht.

„Derzeit sehe ich keine Notwendigkeit einer Reparatur. Sie wäre kostspielig und würden den Schaden vielleicht größer machen“, erläuterte Schönleber. Er regte zu zweierlei Aktionen: In der letzten Oktoberwoche bei der jährlichen Großreinigung des Albbads Fliesen und Wasserabfluss genauer unter die Lupen zu nehmen und jetzt im Untergeschoss über dem Lüftungskanal eine Art Dachrinne anzubringen, um die Wassertropfen wegzuleiten. Ratsam sei zudem die Isolierung um den Lüftungskanal zu entfernen, um das von oben nach unten dringende Wasser besser beobachten zu können.

An den anderen feuchten Stellen meinte der Ingenieur: „Feuchte Stellen bedeuten nicht immer gleich Undichtigkeiten.“ Auch die Kalkablagerungen im Untergeschoss seien nichts Ungewöhnliches, da habe er schon gewaltigere in anderen Bädern gesehen. Die Räte waren insgesamt erleichtert, dass zumindest vorläufig keine größeren und damit wohl auch kostenintensiven Instandsetzungsarbeiten anstehen.

Auf ihrem Rundgang warfen die Räte noch einen Blick in die an Dienstagen nicht geöffnete Sauna, in der kleinere Sanierungsarbeiten wünschenswert wären. Eine Fensterscheibe und einige Leisten gelte es, da zu ersetzen, eventuell auch die doch etwas unbequemen Liegen mit Stahlgitter. Matten dürfen aus hygienischen Gründen nicht aufgelegt werden, informierte Betriebsleiter Jürgen Buchfink. „Mit relativ wenig Aufwand könnte die Sauna aufgewertet werden“, meinte Gemeinderat Pius Kneer.

Am Rande der Besichtigung war noch zu erfahren, dass im Westerheimer Hallenbad wieder ein Frühschwimmen angeboten wird. Unter der Regie des Volksbildungswerks und unter Leitung von Anja Tritschler steht nun dienstagmorgens das Albbad von 7.30 bis 8.30 Uhr offen. Eine Zehnerkarte mit Aufpreis ist dafür zu kaufen. Mit diesem Angebot kommt die Gemeindeverwaltung einem bei der Einwohnerversammlung geäußerten Wunsch nach.

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