Marmix entwickelt neue Produktionslinie

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Der erste Schredder der neuen Produktionsreihe wird in Unterwachingen verladen.
Der erste Schredder der neuen Produktionsreihe wird in Unterwachingen verladen. (Foto: privat)

Der Unterwachinger Futtermischwagen-Hersteller Marmix hat jetzt eine ganz neue Produktionsreihe entwickelt. Im Unternehmen der Familie Aßfalg werden künftig auch Schredder für Biogasanlagen gefertigt. Die ersten beiden Maschinen sind jetzt nach Großbritannien geliefert worden.

Auf einer Fachmesse sei der Betreiber einer österreichischen Biogas-Anlage auf die Familie zugekommen und habe angefragt, ob das Unterwachinger Unternehmen auch Maschinen bauen könne, die Stroh zur Verarbeitung als Biomasse schreddern und mischen könnten. „Das Unternehmen hat eine Patentierung für eine Biogasanlage, bei der Stroh verkocht und dann zu Biomasse verarbeitet wird“, erklärt Monika Aßfalg. Rund ein Jahr laufe die Kooperation mit den Österreichern nun. In dieser Zeit ist in Unterwachingen ein entsprechendes Gerät entwickelt worden. „Wir haben das Gerät ganz nah an den Bedürfnissen des österreichischen Biogasanlagen-Besitzers gefertigt“, fügt sie hinzu. Dafür sei einer der Futtermischwagen des Unternehmens modifiziert worden. „Der Prototyp läuft seit einiger Zeit in Österreich“, berichtet Franz Aßfalg.

„Wir haben viel getüftelt und verfeinert“, sagt Monika Aßfalg. Im Vergleich zum Prototyp seien dann in den vergangenen Monaten noch kleinere Änderungen gemacht worden, jetzt ist die Produktion angelaufen. Die ersten beiden Schredder hat der Österreicher für Biogasanlagen in Nothingham gekauft. „Dort gibt es sehr große Biogasanlagen, deren Strohschredder jetzt ausgetauscht werden“, berichtet Aßfalg. Die bisherigen Zerkleinerer seien uneffektiv gewesen und hätten deutlich mehr Energie verbraucht als die Schredder von Marmix. „Außerdem kann in unseren Maschinen das Stroh schneller verarbeitet werden“, erklärt Franz Aßfalg. Die Anlagen werden dann rund um die Uhr im Einsatz sein, um Energie zu erzeugen. Deshalb sei es wichtig gewesen, dass diese möglichst wenig anfällig seien.

Um eine gute Verarbeitung zu garantieren, müssen die Anlagen das Stroh möglichst gleichmäßig schneiden, dass würde durch die Unterwachinger Maschinen gewährleistet, berichtet Monika Aßfalg. Ganze Strohballen können in die Maschine gegeben werden, die das Stroh dann zerkleinerten.

Zwar seien Futtermischwagen nach wie vor das Kerngeschäft des Unterwachinger Unternehmens, aber mit den Stroh-Schreddern könnten sich Aßfalgs künftig breiter aufstellen, sind sie sich sicher.

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