Der Biber soll im Kirchheimer Klostergarten nicht mehr geduldet werden.
Ein Biber zerstört die Verbindungsstraße. (Foto: Rimkus, Alexandra)

Die Gemeindeverbindungsstraße von Unterwachingen nach Oberwachingen und die Regenwasserableitung im Ortskern sind Thema bei der Gemeinderatssitzung am Mittwoch gewesen.

Bei einem Ortstermin hat sich der Unterwachinger Gemeinderat angeschaut, wie stark die Gemeindeverbindungsstraße nach Oberwachingen wieder vom Biber beschädigt ist. Auf eine Länge von 50 Metern gibt es immer wieder deutliche Absenkungen. Teilweise hat die Straße schon starke Risse. „Hier sind auch viele Radfahrer unterwegs, für die kann das schon gefährlich werden“, erklärte Bürgermeister Hans Rieger. Er wies zudem daraufhin, dass die Gemeinde und die Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen die Verkehrssicherungspflicht haben.

Steine befestigen das Ufer

Immer wieder senke sich die Straße ab, die entlang des Tobelbaches verläuft, weil das Ufer vom Biber ausgehöhlt wird. Mehrfach hat die Gemeinde deshalb schon den Belag richten müssen. Damit die Stellen nicht wieder vom Biber beschädigt werden, wurden zudem die Ufer in den entsprechenden Bereichen mit großen Steinen gesichert. „Das hat sich bisher auch bewährt“, betont Bürgermeister Rieger.

Die Mitglieder des Unterwachinger Gemeinderates haben sich die Gemeindeverbindung nach Oberwachingen angeschaut.
Die Mitglieder des Unterwachinger Gemeinderates haben sich die Gemeindeverbindung nach Oberwachingen angeschaut. (Foto: Sz- eis)

Im Topf für Gemeindeverbindungsstraßen habe Unterwachingen rund 30 000 Euro für solche Zwecke liegen, so Rieger. Er will jetzt das VG-Bauamt mit einer Kostenschätzung beauftragen. Klar sei auch, dass die Arbeiten nicht mehr in diesem Jahr umgesetzt werden können. Es reicht, wenn da im kommenden Frühjahr eine Firma kommt. „Wenn die vielleicht in der Nähe sowieso einen Auftrag haben, übernehmen die bestimmt auch solch kleine Maßnahmen“, ist sich Hans Rieger sicher.

Bei einer Gewässerschau war beschlossen worden, dass entlang des Tobelbaches an der Gemeindeverbindungsstraße weitere Sträucher und Bäume gepflanzt werden sollen. Um bei der Umsetzung unterstützt zu werden, hatte Unterwachingen beschlossen, Mitglied des Landschaftsschutzverbandes zu werden. Nachdem im Herbst die neuen Mitglieder offiziell aufgenommen worden sind, ist sich Rieger sicher, dass das Projekt weiter vorankommt.

Oberflächenwasser macht Probleme

Am Pfarrgarten in Unterwachingen gibt es bei Starkregen immer wieder Probleme wegen Überflutungen, deshalb soll hier die Oberflächenwasserableitung verbessert werden. Die Arbeiten sollen aus finanziellen Gründen in drei Bauabschnitten umgesetzt werden. Die Arbeiten für den ersten Abschnitt, bei dem in der Kirchstraße vor dem Pfarrhaus Schächte gesetzt werden, die das Wasser auffangen sollen und von dort wird eine Leitung zu einem bestehenden Kanal verlegt, der groß genug ist, um das Wasser abzuleiten, hat der Gemeinderat jetzt einstimmig vergeben.

Rund 60 000 Euro waren dafür veranschlagt. Nach der Vergabe hat sich nun aber eine deutliche Kostensteigerung ergeben, die zum Teil auf eine Veränderung des Trassenverlaufs zurückzuführen ist, aber auch auf die Auslastung der Bauunternehmen. Günstigster Bieter war die Firma Gebrüder Maier, die die Arbeiten für 67 900 Euro übernimmt. Ein zweiter Bieter hat ein Angebot von 85 938 Euro abgegeben. Auch die Arbeiten sollen erst im kommenden Frühjahr umgesetzt werden.

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