Narren treiben in Unterstadion ihr Unwesen

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Zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte haben die Gausweiber von Stäa am Samstag zum Narrenbaumstellen vor dem Unterstadioner Rathaus eingeladen und das närrische Zeremoniell mit einem Umzug durchs Dorf und einer anschließenden Narrenparty verbunden.

„Etz isch wieder soweit, in Unterstäa beginnt die Fasnestzeit“, reimte Andy Rieger, Zunftmeister der Gausweiber, und forderte „alle kräftigen Narren“ aus den Gastzünften auf, ihre Muskeln spielen zu lassen und den Narrenbaum in die Senkrechte zu bringen. „Die Gänse am Baum wurden von unseren Kindergartenkindern bemalt“ erzählte Rieger, während die starken Narren mit ihrer Aufgabe nur schwer zurechtkamen.

Mal verhedderte sich eine der „Stütz-Schwalben“ im Geäst des Narrenbaums, mal ging eine Schwalbe fast zu Bruch und als eine der angebrachten Holzgänse zerbrach, rief das lachende Narrenvolk geschlossen den Unterstadioner Narrenruf: „Gaus isch weg, etz hosch dr Dreck“. „So schee kann Fasnet sei“ freute sich Zunftmeister Rieger, als der Baum unter den Klängen des Unterstadioner Musikvereins „Lyra“, deutlich später als erwartet, in die Senkrechte gebracht war.

Dem schweißtreibenden Narrenspektakel am Rathaus war ein Umzug durch Unterstadion vorausgegegangen, in dem mehr als 20 Narrengruppen zu erleben waren. Angeführt wurde der bunte Gaudiwurm vom Narrensamen der Gausweiber, den Unterstadioner Kindergartenkindern aus dem „Zirkus Remmi-Demmi“, und der heimischen Musikkapelle. Dann folgten aus den närrischen Nachbardörfern die Wenk’l-Fratza und Schloßberg-Hexa aus Oberstadion, Schnecken und Wolfstal-Bären aus Lauterach sowie Fetzasprenger aus Emerkingen.

Baadgoischdr aus Hauerz und Burgwächter aus Unteressendorf gaben bei den Gausweibern genauso ihre närrischen Visitenkarten ab, wie Deifelsweiber aus Erolzheim, Rißtal-Gurra aus Warthausen und Feuerhexen aus Tomerdingen. Mit „Häfele Hoi“ grüßten die Narren aus Schelklingen das Narrenvolk, „Deich-Uschla“ riefen die Narrengäste aus Granheim den Zuschauern zu und zum Schluss des Umzugs ließen die Urmeln aus Hohenstein ihre „Autze Bautze“-Rufe hören. Als der Umzug vorbei und der Narrenbaum in die Senkrechte gebracht war, war der Narrentag aber noch lange nicht vorbei, denn jetzt startete die angekündigte Narrenparty im Zelt.

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