Höchst professionell musizierten die Musiker des MV Lyra Unterstadion in der Mehrzweckhalle in Oberstadion.
Höchst professionell musizierten die Musiker des MV Lyra Unterstadion in der Mehrzweckhalle in Oberstadion. (Foto: SZ- khb)

„Traditionell beginnt der Musikverein Lyra Unterstadion das neue Jahr mit einem Konzert und bietet regelmäßig einen Ohrenschmaus“, sagte Matthias Dolpp, Vorsitzender des Blasmusik-Kreisverbands Ulm/Alb-Donau am Samstagabend in der Oberstadioner Mehrzweckhalle. Rund 350 Besucher waren gekommen, um zu hören, was die beiden Orchester zum 45. Dreikönigskonzert vorbereitet hatten.

„Mit dem Konzert schließen wir unsere Jubiläumsjahr 85 Jahr Musikverein Lyra und 60 Jahre Jugendkapelle ab“, sagte Peter Schänzle, Vorsitzender des Unterstadioner Musikvereins. „In vielen Register- und Gesamtproben, auch während der Weihnachtszeit und dem Jahreswechsel, haben wir ein abwechslungsreiches Konzertprogramm einstudiert“, so Schänzle.

Und das eröffnete die Unterstadioner Jugendkapelle unter der Leitung von Philipp Betz mit „Freudensprüngen“ aus der modernen Ouvertüre „Jump and Joy“ von Markus Götz. Auf das energiegeladene Stück, in dem Rock- und Pop-Klänge zu erkennen waren, folgte mit „Schmelzende Riesen“ ein Werk, in dem Armin Kofler die Klimaerwärmung und den Rückzug alpiner Gletscher musikalisch thematisiert. Mit „Robinson Crusoe“, einer Vertonung des berühmten Defoe-Romans von Bert Appermont, wollte sich der Unterstadioner Musikernachwuchs verabschieden, aber das Publikum forderte eine Zugabe, die von den jungen Musikern mit „Let it go“ und anderen Songs aus dem Animationsfilm „Frozen – Die Eiskönigin“ prompt geliefert wurde.

84 Musiker auf der Bühne

Dann übernahm das 84-köpfige große Orchester des Unterstadioner Musikvereins „Lyra“ mit Klaus Fiderer am Dirigentenpult die Bühne und eröffnete den zweiten Konzertteil mit der „Joyful Fanfare“. Nach der Ouvertüre aus dem Musical „Candide“, das Leonard Bernstein komponiert hatte, folgte mit „Tin Tin“ das musikalische Abenteuer der Comic-Helden „Tim und Struppi“ bei den Inkas in Peru. „Prisoners of the Sun“, komponiert von Dirk Brossé und für Blasorchester arrangiert von Johan de Meij, war der Titel des „Tin Tin“-Songs. Mit bekannten Melodien, darunter der berühmte „Can Can“, aus Jacques Offenbachs Operette „Orpheus in der Unterwelt“ boten die Unterstadioner Musikerinnen und Musiker anschließend die musikalische Variante der griechischen Sage um „Orpheus und Eurydike“ und wechselten zum Schluss des Konzertabends mit „Frank Sinatra Classics“ noch einmal den Musikstil. Nach den swingenden Songs des Entertainers „New York, New York“, „Something Stupid“, „Flying to the Moon“ und „My Way“ forderte der lange Applaus der Konzertbesucher mehrere Zugaben. Und die lieferten Klaus Fiderer und sein Blasorchester mit dem Konzertmarsch „Unter der Admiralsflagge“ und der Johann Strauß-Polka „Unter Donner und Blitz“.

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