Hungertuch-Wallfahrt macht Station in Unterstadion

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Hungertuchwallfahrer pilgern durch Bad Wurzach
Bad Wurzach – Hungertuchwallfahrer haben am Donnerstag Station in Bad Wurzach gemacht. Sie wollen auf die Misereor-Fastenaktion aufmerksam machen.
Schwäbische Zeitung
Karl-Heinz Burghart

Die sogenannte Hungertuch-Wallfahrt hat am Mittwochabend in Unterstadion Station gemacht. Von Dächingen hatte eine Wallfahrer-Gruppe das Hungertuch nach Unterstadion getragen, um es in der Pfarrkirche der nächsten Gruppe zu übergeben, die das Tuch in der Nacht nach Biberach getragen hat. Unter dem Motto „Gemeinsam den Weg der Hoffnung gehen“, soll die Wallfahrt auf die drängenden Themen der sozialen Gerechtigkeit hinweisen.

Dabei soll ein Dialog entstehen „über die Art und Weise, wie Menschen einander näherkommen und miteinander die Zukunft unseres Planeten gestalten können“. Es brauche mehr Begegnungen auf Augenhöhe und die Teilhabe aller, um die vielfältigen Krisen und Herausforderungen der Gegenwart zu bewältigen, ist eine Botschaft der Wallfahrer.

Seit mehr als 30 Jahren ist die Hungertuch-Wallfahrt der Auftakt zur Misereor-Fastenaktion, die jährlich in einem anderen deutschen Bistum eröffnet wird. Weil die Aktion vergangenes Jahr in Trier stattfand und heuer in München beginnt, tragen 58 Pilger aus ganz Deutschland in vier Gruppen das Hungertuch von Trier nach München. Und dabei kamen die Wallfahrer zum ersten Mal durch die hiesige Region. In der Unterstadioner Kirche begrüßte Pastoralreferentin Sonja Neumann die Pilger. Pfarrvikar Venatius Oforka erteilte den Gruppen den Reisesegen und sang mit den Wallfahrern „Geh mit uns auf unsrem Weg“.

Das Hungertuch wurde von Chidi Kwubiri, einem Künstler aus Nigeria, der in Deutschland Kunst studierte, gemalt und trägt den Titel „Ich bin, weil Du bist“. Die Hungertuch-Wallfahrt hat am vergangenen Sonntag in Trier begonnen. Ziel der vier Pilgergruppen ist, das Hungertuch bis zum kommenden Sonntag nach München zur Eröffnung der Misereor-Fastenaktion zu tragen.

 

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