Gerhard Schneider spendete den Jugendlichen das Sakrament.
Gerhard Schneider spendete den Jugendlichen das Sakrament. (Foto: SZ- khb)
Karl-Heinz Burghart

An den beiden vergangenen Sonntagen ist 96 Jugendlichen aus der Seelsorgeeinheit Donau-Winkel das Sakrament der Firmung gespendet worden. Wie in der Woche zuvor nach Munderkingen kam Gerhard Schneider, Ordinariatsrat für Liturgie und Berufe der Kirche bei der Diözese Rottenburg-Stuttgart, am Sonntag als Firmspender in die Unterstadioner Pfarrkirche St. Maria und Selige Ulrika, um 36 Jugendliche zu firmen.

„Das ist ein ganz besonderer Tag für die Kirchengemeinden in Unterstadion, Oberstadion, Grundsheim und Hundersingen“, sagte Pfarrer Venatius Oforka. Unter dem Leitspruch „Firmung – Update im Glauben“ hatten sich die Jugendlichen aus dem Winkel in Gruppenstunden, Kunstaktionen und sozialen Projekten auf die Firmung vorbereitet. Wie bei einem digitalen Update sei die Firmung eine Erneuerung, aber auch eine Stärkung, aber ohne dass Bedingungen daran geknüpft seien, sagte Gerhard Schneider in seiner Predigt.

Ein peinliches Sakko

Dann erzählte der Ordinariatsrat den Firmlingen, dass ihm bei seiner eigenen Firmung vor 35 Jahren der Anzug zu eng geworden war und er mit „einem unglaublich hässlichen Sakko der 80er-Jahre“ in die Kirche gehen musste. „Das gehörte meinem älteren Bruder, war aus Kunstleder, war hellbraun mit Karos und war mir so peinlich, dass ich mich nicht auf den Firmgottesdienst konzentrieren konnte“, so Schneider. Das habe er später dem Pfarrer erzählt und der habe erwidert: „Macht nichts, wirkt trotzdem“. „Besser und mit knapperen Worten lässt sich die Firmung nicht beschreiben“, sagte Schneider. „Wenn ihr euch heute für die Firmung, das Update im Glauben, entscheidet, wird Gott euren Lebensweg mit Euch gehen. Diese bedingungslose Zusage bekommt ihr heute von Gott“, sagte der Geistliche zu den Firmlingen. Im Vertrauen auf Gott werde in den Jugendlichen Gelassenheit, Souveränität, Kraft und der Mut, Verantwortung zu übernehmen wachsen, sagte Scheider. „Die Firmung wird Euren Glauben erneuern und Euch im Glauben bestärken.“

Mit der Antwort „Ich glaube“ auf die Glaubensfragen des Firmspenders werde das Taufversprechen, das einst von den Eltern und Paten gegeben wurde, erneuert. „Heute könnt ihr selbst dieses Versprechen bestätigen und bekräftigen“, betonte der Ordinariatsrat. Dann kamen die Firmlinge mit ihren Firmpaten vor den Altar. Dort spendete ihnen Schneider das Sakrament der Firmung und wechselte ein paar persönliche Worte mit jedem der 36 Jugendlichen aus dem Winkel.

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