Jugendblasorchester probt im Kloster

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Bei der Probe in Untermarchtal motivierte Franco Hänle die Musiker des Kreisverbands-Jugendblasorchesters zu Höchstleistungen.
Bei der Probe in Untermarchtal motivierte Franco Hänle die Musiker des Kreisverbands-Jugendblasorchesters zu Höchstleistungen. (Foto: SZ- kurt efinger)
kurt Efinger

Mit einem Jubiläumskonzert feiert das Jugendblasorchester des Blasmusik-Kreisverbands Ulm/Alb-Donau (KVJBO) am Sonntag, 27. Oktober, in der Ehinger Lindenhalle sein 20-jähriges Bestehen. Dabei tritt auch ein aus ehemaligen Mitgliedern des KVJBO zusammengesetztes Orchester auf.

Ein Anlass zu besonderer Freude ist das Jubiläumskonzert für den vormaligen Kreisverbandsvorsitzenden Karl Glöckler. Seiner Anregung ist die Gründung eines Blasorchesters der jungen Kreisverbandselite im Jahr 1999 aus Anlass des 25-jährigen Bestehens des Blasmusikkreisverbands zu verdanken. Seitdem vereint es unter der Leitung kompetenter Dirigenten die besten Nachwuchsmusiker aus zahlreichen Vereinen. Professionelle Qualität zeichnet seine Konzerte in der Ehinger Lindenhalle und bei Wettbewerben aus. Etliche seiner Mitglieder tragen in ihren Musikvereinen erfolgreich zur Nachwuchsförderung und zur Qualitätssteigerung bei.

Im Rahmen eines Probenwochenendes im Bildungshaus des Klosters Untermarchal haben sich die jungen Musiker in gegenwärtiger Besetzung unter der Leitung ihres Dirigenten Franco Hänle nach einer Auftaktprobe in Söflingen und zwei Probenphasen in Ehingen auf das Konzert vorbereitet. Die Generalprobe findet am Samstag in der Lindenhalle statt. Das Konzert beginnt am Sonntagabend um 18 Uhr.

Zum gegebenen Anlass hat sich der Kreisverband zur Darstellung kontinuierlicher Arbeit mit hervorragenden jungen Musikern mit dem Projekt „Alt trifft Jung“ etwas Besonderes einfallen lassen. Alle ehemaligen Musiker des KVJBO wurden eingeladen zur Teilnahme an einem Rahmenprogramm unter der Leitung von drei früheren Dirigenten. Dabei kommen werden Werke vorgetragen, mit denen das Orchester einst Begeisterungsstürme auslöste.

Der erste Leiter des Kreisverbands-Jugendblasorchesters war von 1999 bis 2003 Hans-Peter Schwab. Er bewies, dass es sich lohnt, die besten Nachwuchsmusiker in einem optimal besetzten Klangkörper zu beeindruckender Leistung herauszufordern.

Auf höchstem Niveau führte Josef Christ von 2004 bis 2014 das von Schwab begonnene Werk fort. Unter seiner souveränen Leitung belegte das Orchester 2010 beim 8. Internationalen Jugendkapellentreffen in Wehr/Baden mit 94,7 Punkten den ersten Platz in der Höchststufe. Zudem erzielte das KVJBO die höchste Punktzahl aller 28 teilnehmenden Orchester aus dem In- und Ausland. Als stellvertretender Orchesterleiter war Reiner Mäder von 2003 bis 2011 bei Musikern und Publikum beliebt, wenn er bei anspruchsvollen Stücken den Taktstock ergriff. Mit Werken von Alfred Reed, Arturo Marquez, Leonard Bernstein und Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow lassen die drei Ehemaligen die Vergangenheit Revue passieren.

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